24. Schwangerschaftswoche

    Geschwisterkinder hochheben während der Schwangerschaft
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    Mit der 24. Schwangerschaftswoche ist ein weiterer Meilenstein geschafft: „Frühchen“, die jetzt zur Welt kommen, können bei entsprechender intensivmedizinischer Betreuung überleben. Aber natürlich soll sich dein kleiner Schatz so lange wie möglich noch in deinem Bauch weiterentwickeln.

    Die vollendete 24. Schwangerschaftswoche ist ein Zeitpunkt, auf den viele Schwangere hinarbeiten, denn dein Baby ist im Falle einer Frühgeburt überlebensfähig. Alles im Körper deines Babys ist jetzt so gut wie fertig angelegt und muss nur noch wachsen. Doch vor allem die Lunge braucht noch Zeit, um gleich nach der Geburt perfekt zu funktionieren. Außerdem legt sich dein Baby in den nächsten Wochen noch eine Schicht Babyfett zu, das es für die Zeit nach der Geburt stärker und widerstandsfähiger macht. Ihr habt also noch ein paar wichtige Monate vor euch, in denen du dein Kind im Bauch bestmöglich unterstützen solltest.

    Darf ich ältere Kinder noch hochheben, wenn ich schwanger bin?

    Ob du schwere Gewichte noch heben darfst – komm drauf an: Während der Schwangerschaft solltest du beim Heben generell aufpassen. Ein Gewicht ab 10 Kilogramm ist im fortgeschrittenen Stadium deiner Schwangerschaft laut Ärzten tabu! Aber wie soll das gehen, wenn du auf ein großes Geschwisterchen aufpassen musst? Ein müdes Kind will die Stiege hinaufgetragen und in den Armen von Mama getröstet werden.

    Das Problem mit dem Tragen liegt bei deinem verlagerten Schwerpunkt: Das Gewicht des Babys und der Gebärmutter verschieben deinen Mittelpunkt nach vorne und du bist nicht in Balance. Du stürzt leichter und gefährdest unter Umständen dich und dein ungeborenes Kind. Auch dein Kreislauf ist jetzt anfälliger: Wenn du dich nach vorne bückst, kann dir leicht schwindlig werden. Aber wenn es dir gut geht und du auch nicht an starken Rückenschmerzen leidest, spricht nichts dagegen, dein Kind hochzuheben. Beachte dabei: Geh immer in die Knie und halte den Rücken beim Aufstehen gerade.

    Sollte bei dir jedoch eine Risikoschwangerschaft vorliegen, verzichte lieber aufs Tragen deines Kleinkindes. Da das nicht immer leicht geht, folgende Tipps:

    Wenn du dein Kind nicht mehr heben darfst:

    • Setze dich öfters tagsüber mit dem Kind auf dem Schoss hin und gib ihm das Gefühl, auf Augenhöhe mit ihm zu sein. Eine kleine Kuschelrunde mit Mama gibt ihm das Gefühl, weiterhin wichtig zu sein und nicht auf Mama verzichten zu müssen.
    • Bitte deinen Mann oder Verwandte und Freunde so oft wie möglich beim Tragen um Unterstützung. Ab jetzt trägt der „starke Papa“ die kleine Maus am Abend ins Bett…
    • Benütze bei euren Spaziergängen immer einen Kinderwagen oder Buggy.
    • Geh nicht zu weit zu Fuß mit deinem Kind, damit du es nicht wegen Müdigkeit zurück tragen musst.

    Hautverfärbungen in der Schwangerschaft

    Du hast sie wahrscheinlich oft auf Bildern gesehen und dich gefragt, ob du sie auch bekommst: Die dunkle Linie vom Schambein bis über den Bauch, auch Linea Nigra genannt, zeichnet sich meist zwischen der 18. und 24. Schwangerschaftswoche ab. Wenn du sie jetzt noch nicht hast, wird sie wahrscheinlich nicht mehr auftreten. Man sieht sie bei dunkelhaarigen Schwangeren stärker als bei blonden Frauen.

    Der Grund für die Verfärbung der Haut sind wie so oft die Schwangerschaftshormone: Du produzierst verstärkt das Pigment Melanin, das dein Körper normalerweise zum Schutz vor Sonneneinstrahlung ausschüttet. Wird die Linea Nigra für immer bleiben? Keine Sorge, im Gegensatz zu Schwangerschaftsstreifen verblasst sie nach der Geburt wieder und verschwindet sogar ganz.

    Eine weitere mögliche Hautverfärbung betrifft dein Gesicht: Schwangerschaftsflecken über den Lippen, auf der Nase, den Wangen und der Stirn können in ausgeprägten Fällen wie eine Maske aussehen! Auch diese Hyperpigmentierung entsteht durch die Schwangerschaftshormone und geht nach der Geburt wieder zurück. Viel tun dagegen kannst du leider nicht, außer mit Make-Up abdecken – benütze auf jeden Fall eine gute Sonnenschutzcreme mit hohem UV-Faktor, um sie im Zaum zu halten.

    Dein Baby in der 24. Schwangerschaftswoche

    24. Schwangerschaftswoche
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    Dein Baby ist in der 24. Schwangerschaftswoche ca. 27 cm groß und wiegt 600g. Es hat im Vergleich zur letzten Woche kräftig zugelegt! Spannend für viele Schwangere ist natürlich, wie ihr Baby aussehen wird: Bei der Ultraschalluntersuchung kannst du schon einiges erkennen. Das Gesicht deines Babys ist fertig ausgebildet, es hat Wimpern und Augenbrauen. Nur die Haarfarbe kannst du noch nicht sehen: sie ist noch weiß, denn es fehlt die Pigmentierung. Auch die Haut ist noch transparent und wird erst in den nächsten Wochen ihre Farbe entwickeln.

    Wenn das Baby zu früh kommt

    Etwa 7% aller Babys in Österreich kommen als Frühgeburt zur Welt. Von Frühgeburt spricht man, wenn es vor der 37. Woche entbunden wird. Bei etwa einem Viertel davon erfolgt die Geburt aufgrund von medizinischen Indikationen, zum Beispiel bei einer Schwangerschaftsvergiftung der Mutter oder wenn es dem Baby nicht mehr gut geht. Das Baby wird per Kaiserschnitt frühzeitig „geholt“. Bei anderen kommt es zu einer sogenannten „spontanen Frühgeburt“. Die Blase platzt oder der Muttermund weitet sich und die Geburt beginnt. Die Gründe dafür können Probleme mit der Plazenta oder dem Muttermund sein, aber vieles ist noch nicht genau erforscht.

    Daran erkennst du vorzeitige Wehen:

    • Krämpfe im Unterleib, auch wenn sie nicht schmerzen
    • Das Gefühl, das Baby drückt hinunter
    • Schmerzen im unteren Rücken, besonders wenn sie zum ersten Mal auftreten
    • Übungswehen (Braxton-Hicks-Kontraktionen), siehe 22. Schwangerschaftswoche, die öfter als 4 Mal pro Stunde kommen
    • Vaginale Blutungen
    • Vermehrter Austritt von vaginaler Flüssigkeit, besonders wenn sie wässrig-schleimig ist (ein Zeichen für den Blasensprung) oder rosa-blutig

    Solltest du diese Symptome bei dir entdecken, kontaktiere deine Hebamme oder deinen Arzt/deine Ärztin. Bei einer drohenden Frühgeburt wird versucht, das Baby zu stoppen, und so lange wie möglich in deinem Bauch zu behalten, um seine Überlebenschancen zu erhöhen.

    Wohlfühltipp für die 24.Schwangerschaftswoche

    Omega 3 Fettsäuren in der Schwangerschaft
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    Die Fettsäuren Omega3 werden schon lange besonders für Schwangere empfohlen: Sie sollen die Gehirnentwicklung des Babys unterstützen und für intelligentere Kinder sorgen! Ganz bewiesen ist dies nicht, aber die positive Wirkung auf Blutplättchen, Blutdruck und Blutfettwerte der Mutter, sowie die anti-entzündliche Wirkung machen sie zu einem nützlichen Bestandteil deiner Ernährung. Lachs und Thunfisch (Achtung: Nicht roh essen!) enthalten besonders viel davon, aber du kannst zusätzlich Fischöl-Kapseln einnehmen.

     

    Wichtiger Hinweis: Wir von welovefamily.at haben diesen Artikel für dich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch haften wir nicht für die in diesem Artikel erwähnten Informationen und Ratschläge. Bitte wende dich in Zweifelsfällen sofort an deinen Arzt/deine Ärztin oder Hebamme.

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