Warum wir Kinderbuch-Apps empfehlen

Je älter Kinder werden, desto höher ist ihr Interesse für Smartphones, Tablets, Computer und Co. Erfahren sie zunächst durch das Wischen Selbstwirksamkeit und ahmen ihre Eltern nach, interessieren sie sich nach und nach auch für Spiele und Apps. Eltern stehen damit vor der Frage: Tue ich meinem Kind damit etwas Gutes? Soll ich meinem Kind den Umgang mit den neuen Medien so lange wie möglich verbieten oder sie sanft heranführen und sie auf ihrem Weg zum digital native begleiten?

+++ Wir haben Kinderbuch-Apps für euch getestet +++

10 Kinderbuch-Apps im Test – Teil 1

10 Kinderbuch-Apps im Test – Teil 2

Wurde früher nur der Fernsehkonsum kritisch hinterfragt, hat sich dieser Bereich auf alle den Kindern zur Verfügung stehenden technischen Geräten ausgeweitet. Es ist ein umstrittenes Thema, wie gut oder schlecht die neuen Medien in den Händen der Kinder sind. Davon gibt es heute Unmengen: Neben dem TV und PCs, gibt es Konsolen, Kinderlaptops, Kinderfotoapparate, Kindertablets und dann auch noch die mobilen Geräte der Eltern wie Smartphones und Tablets.

Apps für Kinder – Vorteile

Kaum haben diese Geräte am Markt etabliert, gab es auch spezielle Softwares wie Apps für Kinder, deren Qualität sehr unterschiedlich ist. Auch wenn Kritiker viele Nachteile in der Nutzung der Kinderapps sehen, können sie auch einen positiven Einfluss auf unsere Kinder haben: Nämlich auf das Leseverhalten und das Vorleseverhalten. Spezielle interaktive Kinderbuch-Apps machen es möglich.

Haben Familien Kinderbuch-Apps erst einmal entdeckt, bleibt es meist nicht bei einem einmaligen Ausflug in die Welt des interaktiven Vorlesens. Ein Trend, der in vielen Familien die Vorlesekultur in die Familien zurückbrachte und auch die Väter dazu animierte, ihren Kindern vorzulesen – denn Studien zufolge waren Väter eher Vorlesemuffel.  Kinderbuch-Apps verstehen sich als eine erweiterte Möglichkeit des Vorlesens und zum Kinderbuch, das oft unterwegs unpraktisch ist oder viel Platz benötigt. Smartphones und Tablets hingegen sind platzsparend und so die idealen Begleiter für unterwegs.

8 Tipps für den App-Kauf

  1. Eltern sollen im Vorfeld schauen, ob die App für das Alter ihres Kindes geeignet ist
  2. Die Altersangaben im App-Store sind ein Richtwert
  3. Die Navigation der App soll einfach und selbsterklärend sein
  4. Kinderbuch-Apps unterscheiden sich von Spiele-Apps dadurch, dass sie spielerischen Elemente der Vertiefung des Inhalts dienen und der Leser miteinbezogen werden soll
  5. Die Geschichte soll im Zentrum stehen, nicht das Spiel
  6. Die Vorlesefunktion soll an- und abschaltbar sein
  7. Ein tolles Features ist, wenn die eigene Stimme aufgenommen werden kann und so ein individuelles Kinderbuch erstellt wird
  8. Das Buch stets gemeinsam anschauen und gemeinsam darüber sprechen, denn die Anschlusskommunikation ist und bleibt beim Vorlesen ein wichtiger Punkt. Egal, ob mit dem Tablet oder aus einem Buch vorgelesen wird.

Warum wir Kinderbuch-Apps empfehlen

Kinderbuch-Apps machen genauso wie Bücher Lust aufs Lesen und Lust auf die Beschäftigung mit Geschichten. Sie motivieren zum weiteren Lesen und führen dazu, dass das Lesen ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags ist. Das Lesen mit digitalen Möglichkeiten bietet Kindern weitere Leseorte an, an denen sonst kein Buch zur Verfügung ist. Interaktive Elemente fördern die Motivation und vertiefen die Geschichte, sodass das Leseverständnis unterstützt wird. Besonders Kinder aus bildungs- und lesefernen Familien profitieren von den Kinderbuch-Apps, denn Zeitungen, Bücher und Co. sind nicht allen Kindern selbstverständlich zugänglich. Lesen mit digitalen Medien gehört für viele Kinder schon zum Bestandteil des täglichen Lebens – ob beim Surfen im Netz, im Chat mit Freunden oder eben auch mit e-Books. Dafür ist Lesekompetenz unumgänglich, sie ist in unserer Gesellschaft eine Schlüsselkompetenz, um ein aktiver Teil zu sein. Digitale Lesewelten stehen Bücher um nichts nach und sind eine gute Ergänzung für den Familienalltag, der zugleich positive Medienmomente schafft. Und genau das dürfen Medien: Spaß machen.

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