10 Tipps für eine selbstbestimmte Geburt

Frau mit Baby nach der Geburt
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Wie schaffe ich es zu einer Geburt in Eigenregie?

Welche Bald-Mama wünscht es sich nicht? Eine selbstbestimmte Geburt, die einem nicht traumatisch, sondern schön in Erinnerung bleibt. In einem Gesundheitssystem, das stets potenzielle Gefahren sieht und Maschinen als kompetentere Wesen als den menschlichen Körper ansieht, ist es schwierig entspannt auf das Thema Geburt zuzugehen. Dass der weibliche Körper ein Wunderwerk ist und für die natürliche Geburt eines Kindes gemacht, das wird selten erwähnt.

Und hier starten wir gleich mit dem ersten und wichtigsten Punkt😊.

1. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Think positive

Dein Körper ist ein Wunderwerk!

Es ist immer wieder erstaunlich wie Leben entsteht. Aus einem winzigen Zellhaufen entsteht ein Mensch! Dieser wächst innerhalb von 9 Monaten in einem gemütlichen Heim auf und wird 24h bestens über die Nabelschnur versorgt. Das einzige was wir tun müssen, ist mit uns und dem Baby fürsorglich umzugehen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, wenig Stress und viel Bewegung sind die besten Voraussetzungen. Damit kann das ungeborene Kind gedeihen und wachsen. Außerdem tut es gut sich immer wieder zu sagen, dass der weibliche Körper dafür gemacht ist ein Kind in sich heranwachsen zu lassen und auszutragen!

2. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Genieße es schwanger zu sein!

Bei vielen Schwangeren sind die ersten drei Monate und die letzten Wochen vor der Geburt eher beschwerlich als schön. Die restliche Zeit gilt daher: genießt jede Minute dieses wunderschönen Ausnahmezustandes. Genießt es, wenn ihr einen Sitzplatz in der U-Bahn angeboten bekommt oder Fremde liebevoll euren Babybauch anstarren. Viele Frauen bemerken, dass sich ihr Körpergefühl durch die Schwangerschaft extrem verbessert hat. Denn die Meisterleistung, die es heißt ein kleines Wesen in sich heranwachsen zu lassen, ist nicht zu verachten.

Eine positive Grundhaltung trägt dazu bei, dass man auch entspannter auf die Geburt blickt und die erste Zeit mit Baby.

3. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Eine eigene Hebamme!

Es ist von großem Vorteil eine eigene Hebamme zu haben. Diese lernt die Bald-Mama schon während der Schwangerschaft kennen und begleitet eventuell auch die Geburt oder kommt als Nachbetreuung in den ersten Tagen nach der Geburt zu einem nach Hause. Sorgen, Ängste, Wünsche und Vorstellungen können bereits früh besprochen und aufgearbeitet werden. Die Hebamme lernt die Schwangere sehr nahe kennen und kann sie so bestmöglich bei der Geburt begleiten. Auch für Väter ist die Hebamme oft eine große emotionale Stütze.

Auf folgender Seite, finden sich viele Informationen zu Hebammen, die im Raum Wien betreuen: http://wien.hebammen.at/

4. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Hör auf dein Bauchgefühl

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Heutzutage ist es eher so, dass wir uns überinformieren und uns mehr von unseren Sorgen leiten lassen. Aber dennoch: versucht IN euch zu hören. Die Wahl des Krankenhauses oder der Hebamme, die Schwangerenvorsorge allgemein und die richtigen GeburtsbegleiterInnen sind sehr persönliche Entscheidungen. Und nur weil das Krankenhaus für eine Bekannte das Richtige war, heißt das nicht, dass es für euch auch passt. Es gibt mittlerweile überall Besichtigungen, Vorträge und zahlreiche Informationen online über Krankenhäuser, Hebammenzentren und Co.

Informiert euch, besucht die Orte und Menschen und lasst euch von eurem Bauchgefühl leiten!

5. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Der richtige Geburtsort!

Der Ort an dem wir unsere Kinder bekommen ist oft wichtig für den Geburtsverlauf. Viele Schwangere fühlen sich in einem Krankenhaus am sichersten, andere gehen lieber in ein Geburtshaus und einige Bald-Mamas wollen ihr Kind in den eigenen vier Wänden bekommen und planen eine Hausgeburt. Euer Bauchgefühl wird euch sagen, was für euch am besten passt. Fast alle Kranken- und Geburtshäuser kann man besichtigen und Fragen an Hebammen und Krankenschwestern stellen. Oftmals gibt es auch eigene Termine für Kreißsaal – Führungen.

6. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Dein Geburts-Dreamteam

Nicht nur Wo wir unsere Kinder auf die Welt bringen, sondern auch WER uns dabei begleitet ist maßgeblich für den Verlauf einer Geburt. Die weltweit wohl bekannteste Hebamme, Ina May Gaskin, schreibt in ihrem Buch „Die selbstbestimmte Geburt“ darüber, dass Frauen während der Schwangerschaft und der Geburt besonders sensibel und feinfühlig sind und die falsche Umgebung oder das plötzliche Dazukommen einer fremden oder dritten Person die Wehen schwächen und sogar dazu führen kann, dass sich der Muttermund wieder schließt. Hier ist wieder Bauchgefühl gefragt. Wen wollt ihr als Unterstützung bei der Geburt dabeihaben? Wer tut euch gut? Euren Partner? Nur die Hebamme? Eine Freundin? Eure Mutter?

7. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Lass dir nichts vorschreiben!

In vielen Krankenhäusern gehören bestimmte Standardmethoden wie z.B. ein Einlauf, das Setzen eines Venen-Katheters, Essensverbot während der Geburt und Dammschnitte, zum Alltag. Viele Schwangere denken, dass sie sich all dem unterziehen müssen, obwohl es ihnen unangenehm bzw. gegen ihren Wunsch ist. Erkundige dich vorab was zu dem Standardprozedere gehört und informiere deine Hebamme darüber, was du während der Geburt NICHT möchtest.

8. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Sei flexibel

Eine Geburt ist nicht zu 100% planbar.

Nur 2% aller Kinder kommen am errechneten Geburtstermin (=EGT) auf die Welt. Es ist also schon beim Geburtsbeginn Flexibilität gefragt 😊. Vertraue auch hier auf deinen Körper und dein Kind. Eine Vorstellung davon was eine Bald-Mama sich während der Geburt wünscht und auch was sie absolut nicht möchte ist gut, aber sollte nicht auf Stein gemeißelt werden. DENN es kann anders kommen. Wenn die Geburt dann anders verläuft als geplant, sind viele Mamas enttäuscht und traumatisiert. Daher ist es gut sich zu sagen „Ich wünsche mir dies und das, ABER wenn es anders kommt, ist es so“. Diese Offenheit während Geburt, hilft dabei diese später zu verarbeiten und entspannt in die erste Zeit mit Baby zu starten.

9. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Deine Geburt gehört Dir!

Egal was Ärzte, Bekannte, Familie oder andere Mamas dir predigen, die Geburt deines Kindes gehört NUR dir. Ihr schreibt eure eigene Geburtsgeschichte, die sich mit keiner anderen deckt. Ihr könnt selbstbestimmt in die Geburt gehen. Daher ist es auch unnötig sich zu vergleichen oder zu glauben, die eigene Geburt wird ähnlich verlaufen wie die meiner Schwester oder einer Freundin. Die Geburt deines Kindes ist ein Unikat 😊!

10. Tipp für eine selbstbestimmte Geburt: Du entscheidest!

„Denn es gibt einen Unterschied zwischen „gebären“ und „sich entbinden lassen“!

Diese Aussage trifft ganz genau auf den Punkt und fasst alle obigen Punkte noch einmal zusammen. Und wenn ein Wunschkaiserschnitt der werdenden Mama gewählt wird, dann ist das eine selbstbestimmte Geburt. Ruft euch ins Gedächtnis: euer Körper ist ein Wunderwerk, der darauf ausgelegt ist Kinder zu gebären. IHR entscheidet darüber WO ihr entbindet, WER dabei ist, WAS mit euch gemacht wird.

 

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