Erziehung – Welche Familienregeln sind sinnvoll?

Familie beim Essen
Erziehung ist auch beim Essen wichtig und fördert das Zusammenleben

Diese Familienregeln sind in der Ziehung sinnvoll:

Das Familienleben ist anstrengend und wunderschön. Aber je mehr Familie organisiert werden muss, umso anstrengender wird es. Wenn Streit, Unruhe und Unzufriedenheit noch täglich dazukommen, dann wird es oft ungemütlich. Die Erziehung mit Hilfe von Familienregeln kann da eine große Hilfe sein, den Alltag als Familie zu entschleunigen. Die aufgestellten Familienregeln müssen zum Alter des Kindes passen und dem Kind erklärt werden. Dabei ist es wichtig, dass alle mit den Regeln leben können. Erziehung mit Familienregeln wie in einem Boot Camp sind da eher „too much“. Wenn schon Regeln aufgestellt werden, dann müssen sie auch durchgezogen werden. Mit klaren Ansagen müssen diese Erziehungsmaßnahmen auch verteidigt werden. Jedes Kind darf auch seine eigene Familienregel aufstellen. Und ganz wichtig, es darf auch mal Ausnahmen geben.

Wir haben ein paar Bespiele von Erziehungsregeln Erziehungsregeln zusammengestellt:

Regeln schaffen Sicherheit

Die Erziehung ist ja auch zur Sicherheit der Kinder gedacht. Und wenn man die Regeln den Kindern erklärt, kommt das Verständnis meist von alleine

  • Fahrrad fahren nur mit Helm!
  • Ist der Herd oder Backofen angeschaltet, Finger weg!
  • Damit man nicht ausrutscht mit ABS-Socken oder Puschen die Treppen gehen.
  • Es wird niemand geschubst oder ein Bein gestellt.

Regeln für die Gemeinschaft:

  • Wir hören dem anderen geduldig zu und lassen andere ausreden!
  • Geduldig zuhören ist auch wichtig für die Elternseite!
  • Keine Gewalt! Es wird nicht geschlagen, getreten, gezwickt oder gebissen!
  • Probleme werden ernst genommen. Niemand wird ausgelacht.
  • Versprechen müssen immer eingehalten werden. Auch die Versprechen der Eltern.
  • Wir lügen nicht und geben unsere Fehler zu!
  • Wir helfen uns gegenseitig!

 Regeln bei Tisch:

Einige Beispiele von Tischmanieren:

  • Wir essen (und kochen vielleicht auch) einmal am Tag gemeinsam. Schulkinder können sich auch schon aktiv daran beteiligen. Tisch decken und Gemüse schneiden kann man den Kindern durchaus schon anvertrauen.
  • Fernseher wird während der Mahlzeiten ausgeschaltet.
  • Vor allem bei größeren Kindern gilt Handy aus am Tisch!
  • Schmatzen geht gar nicht! Gegessen wird mit geschlossenem Mund.
  • Das gilt auch fürs Pupsen!
  • Um erst gar keine Unruhe aufkommen zu lassen, bleiben alle so lange am Tisch sitzen, bis die Mahlzeit beendet ist.
  • Es wird kein Essen über den Tisch verteilt oder an der Tischdecke gezogen.

Regeln zur Bettgeh-Zeit:

  • Die Zu-Bettgeh-Regeln sind fest und nicht verhandelbar innerhalb der Schulwoche. An Wochenenden und in den Ferien kann man die Bettgeh-Zeit durchaus nach hinten ausweiten.
  • Das Einschlafritual sei es
  • Die Gute Nacht Geschichte bei den Kleinen
  • Das Hörspiel oder Buch lesen bei den etwas Größeren
  • Das Tablet bei den Großen Kindern

Auch diese Zeiten sollten vorher abgesprochen und begrenzt sein.

Regeln, die eigentlich jede Familie kennt

  • Straßenschuhe, dreckige Kleidung und Jacken werden nicht im Hausflur verteilt.
  • Mit dreckigen Straßenschuhen oder Gummistiefeln nicht durchs Wohnzimmer gehen.
  • Durchgeschwitzte und dreckige Sportkleidung wird vor die Waschmaschine gelegt und bleibt nicht tagelang in der Sporttasche.
  • Jausendosen werden zeitnah wieder aus dem Schultasche geholt.
  • Hausaufgaben werden nicht in die Abendstunden geschoben. Erst Hausaufgaben dann Freizeit!
  • Vor dem Essen Händewaschen nicht vergessen. Das gleiche gilt übrigens auch nach dem Toilettengang!
  • Nach dem Zähne putzen wird nichts mehr gegessen.
  • Eis, Pudding, Schokolade und Chips ersetzen keine Mahlzeit!

Regeln und Aufgaben an die sich jeder halten muss

  • Wer und wann mit dem Familienhund Gassi geht
  • Wer den Hamsterkäfig bzw. die Katzentoilette reinigt
  • Wer den Müll rausbringt
  • Wer einmal in der Woche das Wohnzimmer saugt
  • Wer einmal in der Woche die Blumen gießt. Größere Kinder können auch schon mal den Rasen mähen.
  • Das jedes Kind alle 14 Tage sein eigenes Zimmer aufräumt oder es gar nicht erst verkommen lässt.

Familienregeln ist da, um gebrochen zu werden …

3 Gründe die eine Regelausweitung durchaus rechtfertigen können

  1. Ein wichtiges Telefonat steht an. Dafür ist es absolut notwendig, dass das Kind vor dem Fernseher gesetzt wird, auch wenn gerade keine Fernsehzeit ist. Das Telefonat ist jetzt wirklich enorm wichtig.
  2. Eine gute Freundin kommt mit ihrem Kind zum Tratschen vorbei! Natürlich dürfen die Kinder noch ein Eis naschen und ein bisschen Fernsehen schauen. Eine Tasse Kaffee und ein gutes Gespräch ist wie Therapie für die Mama!
  3. Die Warteschlange beim Arzt ist sehr lang. Um die Wartezeit zu verkürzen, ist es durchaus mal erlaubt, dem Kind das Handy in die Hand zu drücken. Nervenschonender ist das für alle Beteiligten.
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