12 Tipps für kleine Lesemuffel

Caro hat gefragt:
Hallo, meine Tochter, 7 Jahre, ist so ein richtiger Lesemuffel – Bücher interessieren sie überhaupt nicht und es ist jeden Tag ein Kampf, dass sie ihre Lesehausübung macht. Habt ihr Tipps, was ich tun könnte, um ihr das Lesen schmackhaft zu machen?

Dein Kind liebt zwar wenn du ihm vorliest, aber es kommt nicht auf die Idee selber zu lesen? Dein Kind hat nichts dafür übrig, sich einen Nachmittag lang in ein Buch zu vertiefen? Wir verraten dir die besten Tipps und Tricks, wie auch kleine Lesemuffel einen Zugang zur Welt der Bücher finden können.

Lesen ist wichtig. Es ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Lernen, denn den Großteil unseres Wissens nehmen wir in Textform auf. Es gibt Kinder, die können schon vor Schuleintritt lesen und brechen in der Schule dann alle Klassenrekorde auf Antolin, andere Kinder können Büchern gar nichts anfangen und finden es langweilig und öd. Da Kinder das Leben aber brauchen ist es sinnvoll, ein wenig gemeinsam zu üben und für einen Anstoß sorgen, dass das Interesse wächst. Ein paar Tricks können hier dabei helfen.

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12 Tipps für kleine Lesemuffel

Tipp 1: Was interessiert dein Kind?

Eltern haben oft eine genaue Vorstellung davon, wie ein gutes Kinderbuch auszusehen hat: Es sind Klassiker, mit Preisen ausgezeichnet und Themen, von denen sie glauben, sie interessieren das Kind. So richtig das auch sein mag, dein Kind denkt vielleicht anders. Vielleicht mag es lieber Comics lesen, Krimis, Katzen-Geschichten oder Abenteuerbücher lesen – dann sollten Eltern ihnen auch diese Bücher zur Verfügung stellen und nicht darüber urteilen.

Tipp 2: Das Lesen zelebrieren

Du bist selbst eine Leseratte und verschlingst ein Buch nach dem anderen? Dann sag deinem Kind, wie sehr du dich über ein neues Buch freust, wie spannend es ist und wieviel Spaß es dir macht, es endlich zu lesen. So kannst du auch die Neugier deines Kindes wecken.

Tipp 3: Bücherei-Ausweis

Viele Büchereien bieten auch für Kinder eigene Bücherei-Karten an, um selbst Bücher auszuborgen. Der Schuleintritt kann eine gute Gelegenheit sein, eine eigene Karte für das Kind zu beantragen. So kann es immer unterschiedliche Bücher ausborgen – hat dein Kind vielleicht eine Lieblings-Hör-CD oder einen Lieblingsfilm? Vielleicht gibt es ja dazu ein Buch!

Ein großer Vorteil der Bücherei: Es spart Kosten.

Tipp 4: Den Zeigefinger verwenden

Lesen lernen ist schwer und besonders zu Beginn mühsam, wenn das Kind jeden Buchstaben einzeln erkennt und dann zusammenlautet. Geübte Leser erfassen immerhin bis zu acht Buchstaben gemeinsam und verstehen so auch, was sie lesen. Schneller lesen macht also auch mehr Spaß.

Wer sich hier aber noch schwer tut, der sollte den Zeigefinger zum Lesen nehmen. Um nämlich mehr Buchstaben auf einmal zu erfassen, muss die Augenbewegung stimmen. Wenn dein Kind nun mit dem Zeigefinger entlangfährt, fokussiert sich das Auge automatisch auf die Buchstaben und kommt so schneller von Wort zu Wort. Mit etwas Übung klappt es dann auch schon bald ohne Zeigefinger!

Tipp 5: Buch-Konkurrenz minimieren

Viele Eltern machen auch gute Erfahrung damit  Medienzeiten zu begrenzen, um so das Interesse am Lesen zu fördern. Computer, Tablets, Fernseher und Smartphones können Kinder schnell ablenken, aber: Sie können auch die Motivation steigern. Das hängst sehr vom Kind ab:

Tipp 6: E-Reader und Lese-Apps als Motivator

Es spricht nichts dagegen einen E-Reader zu verwenden, wenn dadurch die Lesemotivation gesteigert wird. Interaktive Bücher mit Rätsel und Aufgaben lassen das Lesen zu einem großen Spaß werden. Auch Apps zum Lesenlernen machen großen Spaß! (Silbenlotto, Happi schreibt, Alle meine Bücher, Der kleine Drache, Conni Lesen, Lük-App, Die große Wörterfabrik, Emil & Pauline im Dschungel)

Tipp 7: Erst du, dann ich

Wer nur langsam in einem Buch vorwärts kommt, verliert auch schneller das Interesse. Viel mehr Spaß macht es, wenn man gemeinsam liest: Erst ich ein Stück, dann du. Diese bekannte Kinderreihe ist ideal für Leseanfänger geeignet! Die Textstellen, die das Kind lesen soll, sind farbig gekennzeichnet und haben auch kürzere Sätze.

Tipp 8: Das Kind in der Hauptrolle

Wenn dein Kind so gar kein Buch findet, das es lesen möchte, wie wäre es dann, wenn es selbst zum Held der Geschichte wird? Personalisierte Kinderbücher sind nicht nur beliebte Geschenke, sondern auch ein toller Anreiz zum Lesen.

Tipp 9: Lesen in den Alltag integrieren

Lesen kann überall stattfinden. Warum also nicht kleine Leseaufgaben dem Kind übertragen? Ob Hinweisschilder, Werbung, Anleitungen oder andere Leseanregungen. Im Notfall auch mit einem kleinen Trick: „Ich kann das ohne meine Brille nicht sehen. Kannst du es mir bitte vorlesen?“ oder „Ich kann das so schlecht erkennen. Kannst du mir vorlesen, was da steht?“

Wichtig ist, dass dich dein Kind nicht als Lehrer empfindet, denn es soll sich frei von Lernstress fühlen.

Tipp 10: Persönliche Botschaften

Du kannst auch kleine persönliche Botschaften für dein Kind hinterlassen: Bunte Post-its oder kleine Nachrichten auf Kühlschrankmagneten können die Lust am Lesen ebenso steigern. Mithilfe von bunten Buchstabenmagneten lassen sich auch Wörter formen, ganz spielerisch. Probier es einmal aus!

Tipp 11: Finde einen Lese-Ort

Frag dein Kind doch einfach, wo es gerne lesen würde und probiert gemeinsam verschiedene Orte aus: Mit der Taschenlampe unter der Bettdecke, auf der Wiese, im Garten, in der Badewanne, am Klo – vielleicht findet dein Kind so seinen ganz persönlichen Lese-Ort. Oder richtet gemeinsam eine gemütliche Leseecke mit Sitzkissen, Baldachin und einer Lichterkette ein.

Wenn sich dein Kind weiterhin weigert zu lesen und dieses „Problem“ auch in der Schule bekannt ist, dann suche das Gespräch mit dem Lehrer, um weitere Tipps zu bekommen aber auch näher hinzuschauen, ob dein Kind vielleicht eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder eine Lernblockade hat.

Tipp 12: Spiele zum Lesen lernen

Der große Silbenzauber – Silbenpirat

Tip Toi Magors Lesezauber

Tip Toi Buchstabenburg

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