10 Tipps für den Beikoststart – so gelingt er garantiert

Baby mag keinen Brei

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Für dein Baby beginnt mit der Beikosteinführung ein neuer Lebensabschnitt und dein Baby muss erst lernen, den Löffel und den Brei als Nahrungsquelle zu akzeptieren. Bisher kannte dein Baby nur die Milch und hat mit ihr das Bedürfnis Hunger und Durst verbunden. Jetzt kommen neue Geschmacksrichtungen und Konsistenzen hinzu, die deinem Baby noch fremd sind. Mit ein paar Tipps gelingt die Umstellung auf Beikost garantiert.

Es heißt BEIkost, weil die erste „feste“ Nahrung zu den Milchmahlzeiten gereicht wird – also DAZU, nicht anstatt. Sonst würde es ja ANSTATTkost heißen. Gerade die Mischung aus Milch und fester Nahrung macht die Mischung aus und tut deinem Baby gut.

10 Tipps für den  Beikoststart –  so gelingt er garantiert:

1. Geduld haben: Ein Baby nach der Geburt stillt/trinkt noch deutlich länger als ein Baby mit 3 Monaten. Woran das liegt? Das Baby hat es gelernt. So ist es auch bei der Beikost. Die Mahlzeiten brauchen länger, es wird mehr gepatzt und das Baby reagiert ungeduldig, wenn sich das gewünschte Sättigungsgefühl nicht einstellt.

2. Anzeichen für Beikostreife: Nur dem Essen interessiert nachschauen reicht noch nicht aus, um von Beikostreife zu sprechen. Erst wenn das Baby ohne Stütze frei aufrecht sitzen kann, wenn es das Essen selber in den Mund stecken kann und vielleicht schon Zähne hat, dann ist das Baby bereit für die erste Mahlzeit.

3. Viele Lätzchen: Ob Brei oder BLW – daran kommt man nicht vorbei. Essen ist in den ersten zwei Lebensjahren mit viel Patzerei verbunden.

4. Spielen mit dem Essen darf sein: Essen ist ein sehr lustvoller und sinnlicher Moment für das Baby, der auch mit allen Sinnen erfasst werden möchte. Da geht es nicht nur um riechen und schmecken, sondern auch tasten. Es ist ein normaler Entwicklungsschritt, dass Babys anfangs mit den Händen essen, das Essen zerquetschen, zerdrücken, in die Länge ziehen oder auf den Boden schmeißen. Das hat nichts mit schlechten Tischmanieren zu tun, sondern mit einem Entwicklungsprozess. Babys brauchen Zeit, um die neuen Nahrungsmittel zu erkunden.

5. Frisch kochen oder Gläschen? An diesem Punkt scheiden sich die Geister: Wer frisch kocht, muss unbedingt auf gute Qualität der Zutaten achten, damit die Schadstoffbelastung möglichst gering ist. Gut für sein Baby zu kochen ist durchaus möglich, denn wie hätte die Menschheit denn sonst bis heute überlegt? Wenn es aber mal schnell gehen muss oder für unterwegs, kann ein fertiges Gläschen praktisch sein. Wer dazu greift, sollte unbedingt die Inhaltsstoffe lesen, um gezuckerte Gläschen zu umgehen.

6. Hungrig und unausgeschlafen? Nicht der ideale Zeitpunkt für den Beikostbeginn. Zu Beginn kann es auch sinnvoll sein, den ersten Hunger mit ein paar Schlucken Milch zu stillen, um dann entspannt die ersten Löffel anzubieten. Ein hungriges Baby ist viel zu ungeduldig, um sich auf Experimente einzulassen.

7. Immer wieder anbieten: Es braucht etwa 15 Wiederholungen, bis ein neuer Geschmack angenommen wurde. Daher gilt die Devise: Immer wieder anbieten und ein Vorbild sein. Dein Kind orientiert sich an dir, weil: Alles was du isst, kann auch deinem Kind nicht schaden. Der Skeptiker kommt erst mit zunehmendem Aktionsradius – da werden Kinder dann heikel.

8. Essen darf kein Zwang sein: Egal ob „Wenn du brav isst scheint morgen die Sonne“ oder „Sonst gibt es keinen Nachtisch mehr“ – das erzeugt Druck beim Kind. Dabei haben Kinder doch einen guten Überlebenssinn: Sie essen, wenn sie hungrig sind und wählen aus, was sie brauchen. Babys zeigen deutlich an, wann sie Hunger ab und wann sie wieder satt sind. Genau diese Zeichen müssen auch beim Beikoststart akzeptiert werden – denn nicht die Eltern wissen, wann das Kind satt oder hungrig ist, sondern nur das Kind. Der Druck beim Essen ist oft so groß, dass dabei vergessen wird, wie ungesund Druck beim Essen sein kann.

9. Die Signale akzeptieren: Ob es sich um den Beikostbeginn per se handelt oder um die Menge der Nahrung: Die Signale des Babys sind eindeutig, es teilt sich schon vom ersten Tag an mit, was es braucht. Diese Signale dürfen nun beim Essen nicht übersehen werden. Um das natürliche Sättigungsgefühl nicht zu zerstören, sollte ein Kind selbst entscheiden dürfen, wieviel es essen möchte. Es weiß selbst am besten, wann es satt ist. Und man kennt es ja von sich selbst: Nicht jeden Tag hat man gleich viel Hunger.

10. Essen ist nicht zur Belohnung da: Weder Süßigkeiten noch die normalen Mahlzeiten sollten als Belohnung eingesetzt werden oder als Strafe. So wird dem Essen mehr Gewicht beigemessen als es eigentlich hat.

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