Star Wars: Hilfe, in meinem Kind steckt ein kleiner Yoda!

Der Yoda in meinem Kind

Star Wars gehört zweifellos zu jenen Hypes, die spurlos an mir vorübergingen. Ich oute mich hier also als jemand, der keinen einzigen Film gesehen hat, sich dafür nicht begeistern kann und dem derzeitigen Run auf den Kinofilm nichts abgewinnen kann. Umso mehr Fragezeichen tauchten über meinen Kopf auf als Herr Bart meinte, beim Drehbuch von Star Wars muss ein Kleinkind anwesend gewesen sein.

Ich: „Hä? Warum?“

Er: „Na wegen dem Yoda. Der spricht wie Minimi.“

Ich: „Der Grüne?“

Er (zweifelnd an meiner Allgemeinbildung): „Der Grüne“ (Kopf schütteln, Unverständnis, Entsetzen). Das ist Meister Yoda.

Ich: „Aha. Dann war ich ja eh ganz gut.“

Augen rollen

Ich: „Wie spricht der Yoda denn?“

Er: „Na so wie Minimi.“

Jetzt könnten wir uns doch glatt im Kreis drehen, denn ich weiß nicht, wie Yoda spricht. Ich habe es bis jetzt erfolgreich geschafft, keinen einzigen Star Wars Film zu sehen und weiß daher auch nicht, welcher Sprache sich der kleine grüne Zwerg bedient. Außer, dass er nach Herrn Barts Auffassung wie Minimi klingt. Doch wie spricht sie?

 

Sprachentwicklung mit drei Jahren

Mit drei Jahren hat sie nun noch einen großen Sprung in der Sprachentwicklung gemacht und begonnen, in zusammenhängenden, ganzen Sätzen zu sprechen, sich verständlich zu artikulieren. Sie kann alles, was sie bewegt und was ihr wichtig ist, ausdrücken. Sie erzählt von ihrem Tag im Kindergarten und was sie erlebt hat, sie kann mir sagen was sie braucht oder wie sie sich fühlt und kann im Rollenspiel gut teilnehmen. Ob Yoda auch von Rollenspielen erzählt wage ich zu bezweifeln, weiß es aber nicht.

 

Herr Bart hat dann das Rätsel gelöst und mir ein paar Zitate gezeigt. Dann machte es auch bei mir Klick und ich konnte mitlachen. Er hatte vollkommen Recht, Minimi spricht wie Yoda. Also zumindest ihre Satzstellung erinnert sehr an ihn und je genauer ich sie betrachte…… nein, wir wollen ja nicht gemein werden. Optisch sind da keine Ähnlichkeiten zu erkennen.

 

In den letzten Tagen habe ich bewusster darauf geachtet wie sie spricht und was sie sagt und habe ein persönliches Best-of-Yoda-Sprüchen aufgestellt:

Am Klo: Fertig ich bin.

Beim Spielen: Uno ich hab oder: Gesperrt du bist.

Abends: Müde ich nicht bin.

Nachmittags: Mama, Hunger ich hab.

Eine Erkenntnis: Viel lernen ich noch muss.

Öfters am Tag: Upsi, vergessen ich hab.

Morgens: Mama, bitte anziehen mich.

Im Bad: Duschen ich möchte.

Im Kindergarten: Nach Hause ich nicht will.

Einkaufen: Einen Apfel wir noch brauchen?

Beim Anziehen: Handschuhe ich nicht brauche. Meinen Händen nicht kalt ist.

Eigenlob: Toll ich das schon kann.

Im Spiegel: Hübsch hübsch ich bin.

Beim Turnen: Meine Patschen vergessen ich hab.

Beim Kuscheln: Mama, ich lieb dich hab.

 

Bevor mir jetzt jemand gleich per Eilsendung die Überweisung zum Logopäden schickt, keine Sorge: Sie ist drei. Sie lernt das mit der Satzstellung noch. Go with the flow.

Und wenn nicht: Yoda wurde damit berühmt, also. Wer weiß, welche Karriere ihr mal blüht – vielleicht Synchronsprecherin?

 

Oder um es mit Yodas Worten zu sagen: Wahrlich wunderbar die Seele eines Kindes ist.

 

Und damit machen wir wieder mit beim Familienmoment von Küstenkidsunterwegs!

TEILEN