Lebensmittelvorrat

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Was du zu Hause haben solltest:

In Österreich steigt die Zahl der an Coronavirus erkrankten Personen. Hamsterkäufe sind auf keinen Fall angebracht. Denn die Experten sind sich einig: Es besteht kein Grund zur Panik.

Trotzdem sollte jeder Haushalt auf Krisensituationen vorbereitet sein und einen gewissen Lebensmittelvorrat anzulegen.

Zum richtigen Anlegen von Vorräten gibt es vom Österreichischen Zivilschutzverband Empfehlungen und hier als PDF-Dokument zum Download.

Wir haben dir eine Checkliste des Zivilschutzverbandes, um die Grundversorgung über 14 Tage zu gewährleisten, zusammengestellt:

Richtig vorsorgen

Wir gehen von folgende Faustregel aus: Ein erwachsener Mensch mit durchschnittlicher Größe verbraucht im Schnitt 2.000 Kalorien. Das ist der reine Grundumsatz des Körpers, ohne viel Bewegung.  Dabei benötigt der Körper etwa 60 Prozent Kohlehydrate, 12 Prozent Proteine und der Rest sind Fette. Ein kleiner Anteil entfällt auf Vitamine und Spurenelemente.

Für eine erwachsene Person sollten für 14 Tage in etwa folgenden Lebensmittelgrundvorrat zu Hause sein:

  • 21 Liter Wasser und Fruchtsäfte
  • 5 kg Getreideprodukte
  • 2,0 kg Fleisch oder Fisch nach Bedarf
  • 0,5 kg Öle oder Fette
  • 3,5 kg Milchprodukte
  • 6,0 kg Gemüse und Obst

Zwei Liter Mineralwasser pro Kopf und Tag

Zunächst gilt genügend Wasser vorrätig zu haben, auch wenn das Wasser aus der Leitung kommt, sollte man sich in Ausnahmesituationen nicht darauf verlassen. Fruchtsäfte eignen sich natürlich auch.

Proteine und Vitamine

Dosen und Konserven zählen zu den besten Vorräten, um auch längerfristig ohne Einkaufen durchzukommen. Um genügend Proteine auf den Teller zu bekommen sind Fischkonserven und Fleischgerichte, wie Gulasch, aus der Dose, das Mittel der Wahl. Auch Bohnen oder Linsen oder auch andere Obst- und Gemüsekonserven sind ausgezeichnete Protein-Quellen.

Man sollte man sich darauf einstellen, dass frisches Suppengemüse und –knochen nicht zur Verfügung stehen. Somit sind auch Packerlsuppen eine geeignete Wahl. Bedenke auch, dass Tiefkühlkost bei einem Stromausfall wertlos wird.

Trockenfrüchte und Sauerkraut mit hohem Nährwert

Trockenfrüchte und Sauerkraut eingeschweißt in Haltbarsäckchen haben einen hohen Nährwert und sind ebenfalls lange haltbar. Ein weiterer Vorteil: Sie sind gute Vitaminquellen – genauso wie Nüsse.

Nudeln, Reis, Mehl

Nudeln und Reis schmecken nicht nur der ganzen Familie, sondern sind auch extrem lange haltbare Lebensmittel – mit Tomatensugo oder Pesto aus dem Glas, der Dose oder dem Tetrapack.

Spezialkost und Babyartikel

Besonders ernst sollten das Anlegen von Vorräten alle mit speziellen Nahrungsmittelbedürfnissen nehmen. Familien mit Babys oder Kleinkindern oder etwa Allergikern, die auf glutenfreie Produkte oder Schonkost angewiesen sind. Für diese Personengruppe sind geeignete Produkte leider schnell vergriffen.

Weitere Lebensmittel

Aufstriche überdauern in der Vorratskammer mitunter auch Jahre. Wer auf Wurst und Käse nicht verzichten möchte, sollte sich Hartwurst und Hartkäse zulegen. Zusätzlich Kaffee, Tee und Haltbarmilch oder Milchpulver machen das Leben oft einfacher. Gewürze, zumindest Salz und Pfeffer, Zwiebel und Öl dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Vakuumverpacktes Brot und Gewürze

Für den längeren Aufenthalt in den eigenen vier Wänden sollten verschiedene Getreideprodukte eingelagert werden: Teigwaren, Knäckebrot, Zwieback, vakuumverpacktes Brot, Mehl, Grieß und Haferflocken.

Zucker, Honig uns sonstige Produkte

Honig ist als Naturprodukt fast unbegrenzt haltbar und ein wertvoller Energiespender.In Ägypten wurden bei Ausgrabungen Töpfe mit Honig aus der Antike gefunden, der immer noch genießbar war.

Tierfutter

Auch an die Haustiere solltest du denken und einen entsprechenden Vorrat anlegen.

Hygieneartikel

Lagere auch ausreichend Hygieneartikel ein. Besonders Damenhygieneartikel, Toilettenpapier, Taschentücher, aber auch Seife und Putzmittel sollten im Haus sein. Sonst leider nicht nur das eigene Wohlbefinden, sondern auch das der Mitbewohner.

Selber anpflanzen

Dank der immer wärmer werdenden Temperaturen können Radieschen und Co bereits am Balkon, auf der Fensterbank oder natürlich im Garten gezogen werden.

Die ersten, schnell wachsenden Frühjahrspflanzen sind Spinat, Radieschen und Vogerlsalat. Diese kann man jetzt schon ansetzen und auch bald ernten.

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