Der Schulbeginn naht: 10 Tipps für den erfolgreichen & glücklichen Lernplatz

Schlafen, spielen, Stauraum, Gäste einladen, turnen, ausruhen, basteln und das alles in einem Raum – dem Kinderzimmer. Der Raum im Zuhause, mit den wohl meisten Aufgaben auf engstem Platz. Und irgendwann, wenn schon alles voll ist, kommt das Thema Schule dazu. Ein Lernplatz muss eingerichtet werden. Eine große Herausforderung mit großer Auswirkung auf die ganze Familie.

Warum die optimale Gestaltung des Lernplatzes wichtig ist

Optimale Gestaltung hat nicht nur Einfluss auf Erfolg und Spaß beim Lernen. So manche Streitereien in der Familie können entfallen, die kleinen und großen Herausforderungen im Schulalltag werden großteils gelöst und ein passender Schreibplatz hat Auswirkung auf das Selbstbewusstsein. Dabei spielen der richtige Ort, der Lichteinfall, die Anpassungsmöglichkeiten des Schreibtisches hinsichtlich Höhenverstellbarkeit und Neigung, aber auch die Farbgestaltung der Wand und der Umgebung entscheidende Rollen.

10 Tipps für einen erfolgreichen Lernplatz

Die folgenden 10 Tipps machen den Schreibtisch zum erfolgreichen und glücklichen Lernplatz für Kinder. Je mehr Dinge umsetzbar sind, desto besser. Doch in einem normalen Zuhause wird das nicht 100% möglich sein. Wichtig ist alles zu versuchen, kreativ und flexibel zu sein und nach ausgefallen Lösungen Ausschau zu halten.

  1. Der erste und wichtigste Punkt ist, dass es den Platz für Schule überhaupt gibt. Und zwar muss Schule schon vor der ersten Klasse Raum einnehmen. Sinnvoll ist es gemeinsam Platz zu schaffen, denn wie jede Veränderung im Leben braucht auch der Schuleintritt räumliche Anpassung. Kinder und Eltern stimmen sich so schon auf die Schulzeit ein. Auch wenn die Hausübung mit der Familie am Küchentisch gemacht wird, der offizielle Lernplatz darf nicht fehlen.
  2. Die Kinder sollen selbst mitwirken, denn erstens macht es gemeinsam Spaß und die Auseinandersetzung mit Schule ist noch intensiver. Andererseits spüren Kinder oft noch mehr, was sie räumlich brauchen. Hier gilt es genau hin zu hören und zwischen den Zeilen zu lesen. Wir Erwachsene haben die Raumwahrnehmung ja schon oft verlernt.
  3. Der beste Platz für den Schreibtisch ist meist im Kinderzimmer. Es muss jedoch nicht immer so sein. Ein ruhiger Platz in einem Gang, ein Schreibtisch im Arbeitszimmer oder im Wohnbereich. Je mehr Probleme Schule und Lernen für Kinder bereitet, desto zentraler sollte der Lernplatz sein. Hier ist es wichtig kreativ zu bleiben – es muss nicht nach der Norm sein und darf sich auch verändern.
  4. Bei der Position des Schreibplatzes gilt der Gedanke an ein erfolgreiches Büro im Berufsleben. Auch die Kinder sollten wie „Manger“ sitzen. Immerhin ist Schule ihr Job. Der Blick in den Raum, feste Rückwand hinter dem Schreibtisch, kraftvoller Sessel sind das Optimum auch im Kinderzimmer. Blick an die Wand oder aus dem Fenster ist nicht optimal, denn das gleicht einem Brett vor dem Kopf oder lenkt vom Lernen ab. Ist es nicht anders machbar sollte an der Wand ein Bild mit Weitenwirkung sein.
  5. Bei den Möbeln steht Flexibilität und Funktion im Vordergrund. Das Angebot am Markt ist sehr groß. Wichtig ist, dass es von der Anordnung passt und genug Platz für alle Utensilien ist. Günstigere, mobile Lösungen haben den Vorteil, dass man flexibler bleibt und rascher bereit ist an neue Situationen anzupassen.
  6. Auch die Dinge rund um den Schreibtisch haben eine Wirkung. Optimal wäre eine optische Trennung zum Spiel- und Schlafbereich. Die Spielsachen lenken natürlich ab und der Blick vom Bett am Morgen direkt zum Schreibtisch kann für Stress sorgen. Paravent oder mobile Lösungen können hier Abhilfe schaffen. Je optimaler der gesamte Raum gestaltet ist, desto besser. Hier noch einige Tipps für glückliche Kinderräume.
  7. Die Accessoires und Gestaltungen sollten im Lernbereich auf Schule abgestimmt werden. Jedes Poster und jedes Ding am Schreibtisch haben eine Wirkung. Lustige Bilder passend zum Lernthema (zB das 1×1 als Poster) unterstützen bewusst und unbewusst den Lernerfolg.
  8. Ordnung muss sein. Je einfacher und optimaler diese organisiert ist, desto besser. Voraussetzung sind die passenden Stauraummöbel. Boxen und ein paar lustige Accessoires bringen Freude.
  9. Wie bei allen Dinge im Kinderzimmer gilt auch beim Lernplatz: Weniger ist mehr!
  10. Und es kann auch zu viel werden. Überehrgeizige Kinder, die vor lauter Lernen und Druck auf’s Spielen vergessen, haben oft einen zu großen Lernplatz. Hier sollte man auf Balance achten.

Zum Abschluss noch die Einladung selbst auch mal auszuprobieren. Wenn man einige Zeit als Erwachsener an dem Platz arbeitet, spürt man rasch, wie erfolgreich er ist. Kann man konzentriert arbeiten? Wohin fällt der Blick? Gibt’s Ablenkungen oder fühlt man sich unruhig? Einfach ausprobieren!

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