Der Fön neben dem Wickeltisch als Einschlafhilfe

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Klingt komisch, wirkt aber Wunder: Diesen Tipp geben nicht nur Hebammen, sondern auch viele Mütter weiter, die bei der Beruhigung des Kindes Unterstützung brauchten. Doch wie soll das funktionieren?

 

Das Fön-Geräusch als Einschlafhilfe

Babys mögen monotone Geräusche – da ist der Fön als Einschlafhilfe perfekt.

Es steckt aber noch mehr dahinter. Der Fön erinnert Babys an den Blutfluss der Mutter, als sie noch im Bauch waren. Denn wenn das Blut fließt, ist es eine Art Rauschen, das gerne mit dem „weißen Rauschen“ verglichen wird. Der Effekt: Wird der Fön aufgedreht und das Baby mit der warmen Luft noch angefönt (Achtung, nicht zu nah und zu heiß, damit sich das Baby nicht verbrennt!), kann es gut entspannen und wird schläfrig.

 

Sch-Sch-Sch

Intuitiv beginnen Mütter das Baby leicht zu wippen, womöglich noch auf den Po zu klopfen und dabei Sch-Sch-Sch zu sagen. Auch das ist nichts anderes als die Idee, das Baby in möglichst bauchähnliche Situationen zu versetzen, um es zu beruhigen. Auch hier stellt der Laut „Sch-Sch-Sch“ den Blutfluss dar, das leichte Schaukeln ist die Bewegung im Bauch. Und das Klopfen am Po erinnern an die Zeit im Bauch, als das Baby schon mit dem Kopf nach unten lag und der Bauch getätschelt wurde. Viele Babys beginnen auch intuitiv an der Hand zu saugen oder bekommen den Schnuller, um sich zu beruhigen und so in den Entspannungszustand zu finden, der schließlich für das Einschlafen notwendig ist. So kann auch das Nuckeln an der Brust oder an der Flasche ein Teil des Repertoires sein, auf das Eltern zurückgreifen, um das Baby zu beruhigen.

 

Total bescheuert oder schon verwöhnt?

Weder noch. Das Leben mit einem Baby ist schon anstrengend und herausfordernd genug, da kann es nie schaden, genügend Möglichkeiten zur Beruhigung zu kennen. Denn schließlich braucht jede Mama und jeder Papa ein wenig Zeit zur Erholung und Entspannung. Auf die Frage, ob man damit dem Baby schon etwas angewöhnt oder es dann nie ohne Föhn einschlafen kann, antwortet unsere Expertin:

„Wenn es jetzt für die Familie passt, dann braucht man sich noch nicht über die Zukunft Gedanken zu machen. Ein Baby kann bis zum ersten Geburtstag nicht verwöhnt werden, denn dazu müssen im Gehirn erst Verbindungen geschaffen werden, die sich erst langsam aufbauen. Es muss Rückschlüsse ziehen können, aber diese Kompetenz erwerben Kinder erst mit etwa einem Jahr. Ein Baby kann weder mit Liebe noch mit Nähe verwöhnt werden und auch nicht mit dem Föhn. Wenn es in einem halben Jahr ein Problem ist oder später, reicht es, dann hinzuschauen. Aber dem Baby etwas zur Entspannung zu verwehren, nur, weil es vielleicht einmal zu einem Problem wird, ist der falsche Ansatz, der der ganzen Familie nichts nützt. Oder kennst du einen Erwachsenen, der noch mit dem Föhn einschläft?“

 

Wer keinen Fön verwenden möchte, kann auch diese Alternativen ausprobieren:

 

Der Baby Shusher* macht genau jenes Geräusch, das Baby vom Mutterleib so vertraut ist: Sch-Sch-Sch. Ideal für unterwegs!

 

 

 

 

13 verschiedene Geräusche vom Autofahren, über den Föhn, bis zum Staubsauger sind  auf der CD Sleep Well* zu finden. Das macht sie zur idealen Einschlafhilfe.

 

 

 

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