Babys Weinen verstehen: Der Cry Translator

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Hunger
Durst
eine volle Windel
Müdigkeit
zu viele Reize

Das sind mögliche Gründe, warum ein Baby weint. Jetzt gibt es ein Gerät und eine App, die dabei helfen sollen zu verstehen, warum ein Baby weint. Doch kann das wirklich funktionieren und ist das überhaupt sinnvoll?

 

Warum Babys weinen

Für die Eltern-Kind-Bindung und für ein geborgenes Aufwachsen ist es von großer Bedeutung, dass Eltern die Bedürfnisse ihres Kindes richtig deuten und dann darauf prompt reagieren können. Diese achtsame Kommunikation beginnt schon mit dem ersten Tag.  Damit sich dein Baby geborgen fühlt, muss es sich verstanden und angenommen fühlen. Es ist darauf angewiesen, dass seine Eltern angemessen und schnell auf seine Bedürfnisse reagieren – und das können sie nur, wenn sie die Signale des Babys auch richtig deuten können. Nur wenn Eltern das können, dann ist es ihnen auch möglich, die richtigen Angebote zu setzen und feinfühlig auf die Bedürfnisse einzugehen.

Babys kommunizieren mit uns vom ersten Tag. Sie drücken sich nur anders aus als wir Erwachsene und auch anders, als wir es gewohnt sind. Daher braucht es ein wenig Zeit, Geduld und Beobachtung, bis Eltern die Signale ihres Babys richtig verstehen. Sie müssen genau hinsehen und kleine Veränderungen in der Mimik, Gestik, Körperspannung und Stimme wahrnehmen – denn in all diesen kleinen Zeichen verbirgt sich schon die Botschaft, das Bedürfnis, das, was das Baby uns sagen möchte. Wenn das Baby weint, dann ist es ein Zeichen, dass die bisherigen Veränderungen nicht wahrgenommen wurden und das Baby greift auf eine Ressource zurück, die sicher und zuverlässig funktioniert. Es weint. Wenn es weint, dann ist schon Alarmstufe Rot und höchste Zeit, zu reagieren. So ist es also wichtig, schon bevor das Baby weint auf die Signale zu achten.

Diese Aufgabe soll nun von einem Gerät übernommen werden: Ein Gerät und eine App sollen Eltern helfen schneller herauszufinden, warum ihr Baby weint: Der Cry Translator. Die App wurde von zwei taiwanischen Wissenschaftlern entwickelt und kann zwischen fünf verschiedenen Wein-Arten unterscheiden: Müdigkeit, Stress, Hunger, Langeweile, volle Windel.

Was hier spooky klingt, ist längst keine neue Erfindung, sondern eine Entdeckung, die bereits die DBL, die Dunstan Baby Language, verwendet: Jedes Baby, egal wo auf der Welt, beherrscht 5 verschiedene Laute, die es immer wieder verwendet. Auf dieser Erkenntnis basiert aus der Cry Translator. Mehr über diese 5 Worte, wie sie sich anhören, wie du sie „erhören“ kannst, erfährst du in unserem Artikel „Das Weinen deines Babys entschlüsseln“.

 

Wie funktioniert nun der Cry Translator?

Der Cry Translator soll Eltern das Weinen des Babys übersetzen. Dazu wird das Weinen des Babys für 10 Sekunden mit dem Smartphone aufgenommen und anschließend in einer Online-Datenbank verglichen. Anschließend wird den Eltern angezeigt, was ihr Baby braucht.

Die Entwickler sammelten dazu über zwei Jahre lang 200.000 Baby-Schreie von gut 100 Neugeborenen – diese Daten sind die Grundlage für die Datenbank. Eine genaue Analyse der Schrei-Problen ermöglichte den Wissenschaftlern, akustische Unterschiede wahrzunehmen und einzuordnen. Angeblich liegt die Erfolgsquote bei gut 92%, wenn das Kind unter zwei Wochen alt ist.

Je älter das Baby jedoch wird, desto ungenauer werden auch die Ergebnisse. Bei Babys mit zwei Monaten liegt die Genauigkeit bei 84-85%, bei 4 Monate alten Kindern bei 77%. So dient der Cry Translator vorwiegend als Stütze für Eltern mit Neugeborenen in den ersten Wochen. Die App ist im Google Play Store und auf iTunes erhältlich.

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