10 Herausforderungen ans Eltern-Sein

Kind mit schmutzigen Fingern
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Ich wusste im Vorfeld von den großen Herausforderungen, die so ein kleiner Mensch mit sich bringt: Schlafentzug, die kurzen Nächte, das frühe Aufstehen…. Aber es gibt auch viele kleine Probleme, die mir vorher niemand erzählt hat und die meine Geduld jeden Tag auf eine neue Probe stellen.

Die 10 weniger bekannten Herausforderungen ans Eltern-Sein

  1. Unterbrechen

Immer wenn ich telefoniere  oder mich der Pointe einer Geschichte nähere, kommt wie aus dem Nichts eine leise Stimme, die mit jedem weiteren Wort lauter und fordernder wird: Mami, Mami, M.A.M.A!

Kinder erwischen doch immer den richtigen Zeitpunkt, eine Geschichte oder ein Telefonat so richtig zu ruinieren.

telefonieren
2. Schreckliche Kinderbücher

Ich kann Begeisterung für Kinderbücher, die nur Bilder von irgendwelchen Fahrzeugen enthalten, nicht teilen. Aber meine Kinder lieben diese Bücher. Ich hatte bisher noch kein Herz sie einfach aus dem Kinderzimmer verschwinden zu lassen, also werde ich weiterhin jeden Abend mit ihnen auf Entdeckungsreise gehen, wo denn der Bagger ist.

  1. Mit Eltern befreundet sein, die du gar nicht magst

Ich bemühe mich wirklich die Wertvorstellungen anderer Menschen zu respektieren. Aber weißt du was? Bei manchen Eltern geht es einfach nicht. Erst kürzlich habe ich so eine Mutter kennengelernt, die bei keinem Treffen mit ihrer Kritik an unserer Erziehung hinterm Berg halten konnte.

  1. Erkältungen von Oktober bis Mai

Zum Glück hat uns ein Magen-Darm-Virus die Zeit zwischen Mai und Oktober versüßt, sonst hätten wir glatt vergessen wie es ist krank zu sein und wie es ist, dem Chef mal wieder zu erklären, dass man ein paar Tage Pflegefreistellung oder unbezahlten Urlaub braucht.

  1. Die schmutzigen Autositze

Kinder im Auto etwas essen zu lassen ist eine schlechte Idee – egal ob es bröselt, weich ist oder sonst irgendwelche Flecken hinterlassen kann. Wenn du glaubst die meisten Essensreste kleben auf deinem Kind, dem Gurt oder dem Kindersitz, dann irrst du dich: UNTER dem Kindersitz wartet das wahre Leben.

  1. Haare waschen

Haare waschen ist eine Tortur. Ich kann es dem Nachbarn nicht verübeln, dass er immer genau dann die Musik lauter dreht. Gerne würde ich dann bei ihm anläuten und fragen, ob  ich eine Runde mithören darf.

Bei uns schaut das Haare waschen etwa so aus: Kind schreit in allen hohen Tonlagen, die es so produzieren kann (die Sängerknaben hätten eine Freude). Ich schreie zurück: „Wenn du den Kopf hinten lässt, dann würde das nicht passieren!“

Kind schreit weiter.

Ich auch.

Bis wir fertig sind.

  1. Sand

Wir wohnen nicht in der Nähe eines Strandes. Und dennoch tragen wir einen täglichen Kampf gegen die Sandinvasion zu Hause aus.

  1. Die Kinder jemand anderen anvertrauen

Bevor ich Kinder hatte, dachte ich eine coole Mutter zu sein. Mir war klar, ich würde meine Kinder schnell von anderen Personen betreuen lassen – daran sollen sie sich gleich gewöhnen. Äh, nein. Die schiere Panik, die bei dem Gedanken auftritt meine Kinder von jemand anderem betreuen zu lassen, kann eine echte Herausforderung sein.

  1. 25% Restrisiko, etwas nicht zu schaffen

Ich bin in der Regel sehr organisiert und wenn ich sage, dass ich wohin komme, dann meine ich es auch. Auf mich ist Verlass. Äh, war Verlass. Denn seit meine Kinder geboren wurden, bleiben immer 25% Restrisiko, es doch nicht zu schaffen, wenn ich etwas geplant hatte.

  1. Mama, ich muss Lulu

Eigentlich hat es schon in der Schwangerschaft begonnen: Auf den gängigsten Einkaufsstraßen kannte ich alle Möglichkeiten die Toilette aufzusuchen und wusste auch, wo man Schwangere freundlich behandelt. Im Wickelalter entdeckte ich alle noch so gut versteckten Wickeltische und kannte in der ganzen Stadt die öffentlich zugänglichen Wickelmöglichkeiten. Anscheinend waren dann alle Geschäftsbesitzer von mir schon ziemlich genervt, als ich dann mit meinen Kindern auftauchte und fragte, ob sie wohl die Toilette benutzen dürften. So ein kleiner Mensch muss eben dann, wenn er muss und kann nicht warten. Viele Shop-Besitzer entgegneten mir ein „Nein“, sie seien keine öffentliche Toilette.

Und was sind deine Herausforderungen?

 

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