Die Schwiegermutter- Fluch oder Segen?

Die Schwiegermutter ist immer wieder einen Gedanken wert. Niemand braucht sie wirklich. Aussuchen kann man sie sich auch nicht, die bekommt man gratis zum Ehemann dazu. Und Loswerden tut man sie auch nicht so leicht, jedenfalls nicht auf legalen Wege. Sie wissen alles besser, vor allen was die Kindererziehung angeht. Sie mischen sich überall ein, gerne ins Familienleben. Manche sind sogar eifersüchtig, weil man ihr den Sohn weggenommen hat. Wobei die Schwiegerväter meist noch harmlos sind. Mein Schwiegervater ist der absolute Depp, kein Wunder bei der Ehefrau. Aber manche Schwiegertöchter haben auch eine zweite Mutter dazu bekommen, oder eine gute Freundin, meist ist das aber eher die Ausnahme.

Die 3 Arten von Schwiegermüttern- ich habe Art Nummer 4 – Das Schwieger-Monster

Eine Frage, wie versteht ihr euch mit euren Schwiegermüttern? In meinem Bekanntenkreis gibt es da 3 verschiedene Arten:

  • Sehr gut, wie mit der eigenen Mama? So etwas wünscht man sich ja eigentlich. Vor allen wenn man noch in einem Haus zusammenwohnt und sich tagtäglich über den Weg läuft. Die Schwiegermutter kocht, wäscht und putzt für die ganze Familie. Zieht die Kinder groß und backt sonntags noch einen leckeren Kuchen.

Schön, wenn es tatsächlich so ist. Aber ich glaube das ist eher die Ausnahme.

  • Dieses Mittelding. Ich bin froh, wenn ich sie nicht sehen muss, aber Hauptsache sie kümmert sich um die Kinder. Eigentlich kann man sich nicht leiden, aber man ist aufeinander angewiesen. Da wird heile Welt gespielt und viel Kummer runtergeschluckt, der sich irgendwann entlädt. Aber bitte erst dann, wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind.
  • Schlecht, weil sie sich überall einmischt und alles besser weiß? Sie hat an allem etwas auszusetzen, sei es der Umgang mit dem Söhnchen, den eigenen Kindern. Arbeitet man nicht, sondern kümmert man sich „nur“ um die Kinder, ist man faul. Geht man arbeiten ist man eine Rabenmutter.

Hollywood-Filme sind da eher noch harmlos und mit Happy-End

In Hollywood-Filmen mag es noch annähernd lustig sein. Im wahren Leben ist es oft nicht ganz so lustig. In Hollywood beginnt es so. Frau lernt Mann kennen, die Mutter des Mannes findet das gar nicht gut und versucht alles um eine Hochzeit zu verhindern. Sie mischt sich überall ein. Es gibt lustige und peinliche Szenen. Dann durchlebt man noch ein gemeinsames Abenteuer. Das schweißt dann zusammen. Und zum Schluss haben sich dann doch alle lieb und es gibt eine tolle tränenreiche Hochzeit.

In der Wirklichkeit werden auch ganz viele Tränen vergossen.

Meine Schwiegermutter und mich trennen nur 300 Meter Luftlinie

Meine Schwiegermutter und mich trennen nur ungefähr 300 Meter Luftlinie. Leider kann man auf diese Distanz keinen gezielten Schuss abgeben. Schade eigentlich. Das ich inzwischen sogar solche Träume habe, kommt ja nicht von ungefähr. Das schlechte Verhältnis ist über die Jahre sozusagen gereift. Anfangs habe ich noch versucht ein gutes Verhältnis zu ihr aufzubauen. Habe ihr mal einen Blumenstrauß vorbei gebracht und bin ihr öfters zur Hand gegangen. Später habe ich dann nur noch gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Aber ich bin nicht so ein Mensch der das kann. Wenn mir etwas nicht passt dann sage ich das. Ich habe mich in keine Schublade stecken lassen. Und ich bin halt so gar nicht wie sie und ihre andere Schwiegertochter (die „gute Schwiegertochter“ ist nur inzwischen ausgezogen und die Ehe ist geschieden).

Als wir von unseren Hochzeitsplänen berichteten, änderte sich alles

Am Anfang war sie auch noch nett zu mir. Und als mein Mann und ich dann erzählten, das wir heiraten werden da wendete sich das Blatt. Auch hielt sich ihre Freude deutlich in Grenzen, als ich schwanger wurde. Während der Schwangerschaft sollte ich viel liegen. Interessierte sie nicht. Ich sollte mich mal nicht so anstellen. Wenn sie zu Besuch kam, blieb sie extra an der Tür stehen, so dass ich auch stehen bleiben musste. Irgendwann habe ich die Tür einfach nicht mehr geöffnet. Als unsere Große geboren wurde, besuchte sie mich kurz im Krankenhaus, nahm lieblos meinen größten Schatz auf den Arm und redete nur von ihren anderen Enkelkindern. Ich war so etwas von enttäuscht und traurig. Das tat so weh. Ich war so voller Hormone und Glücksgefühle, sie war der eiskalte Fisch. Okay sie ist ein Mensch der sich eh nicht für andere freuen kann, aber über ihre Enkeltochter hätte sie sich wohl freuen können.  Danach hat sie nur noch einmal unser Tochter auf den Arm genommen.

Als ich mit unserem 2. Kind schwanger war, eskalierte das ganze

Angeblich freuten sie sich über ein weiteres Enkelkind. Mir waren sie inzwischen so was von egal. Auf einer Feier folgten dann Beleidigungen und blöde Sprüche. Wir haben den Kontakt abgebrochen, die beste Entscheidung unseres Lebens. Unseren Sohn haben sie praktisch nie kennengelernt. Obwohl mein Mann und ich dieses Thema schon lange abgehakt haben (wenn man nichts mehr erwartet, kann man auch nicht enttäuscht werden), kann der Teufel es einfach nicht sein lassen und tritt immer noch nach.  Sie wird nicht müde uns immer weiter durch den Dreck zu ziehen (den eigenen Sohn!!!!).

Die eigene Unzufriedenheit hat sie zu dem gemacht, was sie jetzt ist

Ich habe lange gebraucht zu verstehen, warum das so ist. Ich meine, dass es daran liegt, dass sie so wahnsinnig unzufrieden ist. Mit ihrem eigenen Scheiß-Leben. Sie kann sich nicht für andere freuen, wenn es denen gut geht und man glücklich ist. Alles muss zerredet werden. Alles muss schlecht geredet werden. Mit jedem der glücklich, erfolgreich oder anders ist, muss Streit angefangen werden. Nur Streit ist gut. Das ist krank und gehört in Behandlung. Aber mach weiter so, du zermürbst dich selbst.

Ich hoffe wirklich, dass ihr alle eine bessere Schwiegermutter bekommt oder bekommen habt. Oder zumindest ihr euch so mit ihr arrangieren könnt.

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