Das googeln junge Eltern – Die 49 häufigsten Suchanfragen + Antworten! – Teil 1

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Zwei Striche.

Und die Welt steht Kopf.

Plötzlich muss man sich mit Fragen beschäftigen, an die man im Traum nicht dachte.

Plötzich denkt man nicht nur für sich, sondern auch für ein Kind mit. Für sein Kind.

Und weil es so viele Fragen sind, ist es gut, dass es Google gibt, das auf jede Frage eine Antwort weiß.

Was junge Eltern am häufigsten googeln, verraten wir dir.

PLUS: Antworten!

Das googeln junge Eltern –  Die 49 häufigsten Suchanfragen

1. Ab wann Sex nach der Geburt? Ab wann Sex nach Kaiserschnitt? Ab wann Sex in der Schwangerschaft?

Das Baby ist da und die Frage nach dem ersten Sex nach der Geburt steht im Raum. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Es gibt keine Theorie, die davon abrät dann wieder Sex zu haben, wenn sich beide dafür bereit fühlen. Man muss also nicht eine bestimmte Wochenanzahl abwarten. Allerdgins hat die frisch gebackene Mutter oft Schmerzen – besonders dann, wenn sie einen Dammschnitt oder einen Dammriss hatte. Auf jeden Fall sollte solange gewartet werden,  bis beide Partner Lust verspüren. Besonders für Frauen ist es beim ersten Mal nach der Geburt besonders komisch, weil die Erinnerungen an die Geburt noch frisch sind. Das kann die Lust schon hemmen.

Was hat sich nach der Geburt verändert?

Bei einer normalen Geburt wurde ein Baby durch die Vagina gepresst – dadurch ist sie nachher weiter. Aber keine Angst, sie zieht sich wieder zusammen, sodass der Sex nicht anders ist als vorher. Um diesen Prozess zu unterstützen hilft z.B. Rückbildungsgymnastik und Beckenbodentraining.

Die ersten 4-6 Wochen nach der Geburt hat die Neu-Mutter den Wochenfluss. Solange der Wochenfluss noch blutig ist, wird die Verwendung eines Kondoms empfohlen, damit Keime des Partners nicht in die Plazentawunde gelangen können. Es besteht aber kein Grund zu warten, bis der Wochenfluss vorbei ist. Das Paar sollte aber nicht erschrecken, wenn beim Schmusen oder beim Orgasmus ein wenig Milch aus den Brüsten spritzt, denn die ausgeschütteten Hormone regen nicht nur die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur an, sondern auch die Milchgänge.

Ein häufiges Problem ist, dass sich die Vagina während der Stillzeit trocken anfühlt – ein Gleitgel auf Wasserbasis kann hier hilfreich sein.

Das größte Problem spielt sich allerdings im Kopf der Frauen ab: Der Bauch ist schlaff und hängt vielleicht ein bisschen, die Kilos sind auch noch nicht weg und die Angst, dass „unten rum“ etwas nicht so ist, wie es sein sollte, spielen als Lustkiller mit. Die Zweifel am eigenen Körper stehen dem Lustempfinden am meisten im Weg.

So macht Sex nach der Geburt wieder Spaß!

Wenn sich beide soweit fühlen, dann spricht auch nichts dagegen, es zu versuchen. Vorsichtig und langsam und am besten in einer Position, in der die Frau die Tiefe des Eindringens kontrollieren kann. Zu bedenken ist auch, dass es für den Mann unangenehm sein kann, wenn sein Penis gegen die Gebärmutter stößt –  die Rückbildung der Gebärmutter braucht ein paar Wochen Zeit. Es sollte sich für beide Partner angenehm und schön anfühlen – wenn etwas nicht stimmt, dann einfach die Position wechseln.

An Verhütung denken

Es hält sich noch immer hartnäckig das Gerücht, dass an bis zu einem Jahr nach der Geburt nicht schwanger werden kann oder Stillen vor einer erneuten Schwangerschaft schützt. Quatsch! Tatsächlich ist es so, dass man gleich wieder schwanger werden kann – deswegen: Nicht auf die Verhütung vergessen! Neben dem Kondom können Stillende auch eine Mini-Pille aus Gestagenen verwenden.

2. Kind schreit hört nicht auf

Für ein Baby ist weinen die einzige Möglichkeit, seine Bedürfnisse mitzuteilen: Es weint weil es hungrig oder müde ist, weil es Nähe möchte, oder seine Ruhe braucht. Wenn du prompt auf das Weinen deines Babys reagierst, dann zeigst du ihm: Ich bin für dich da, ich nehme dich und deine Bedürfnisse ernst und ich kümmere mich um dich. Diese unmittelbare Bedürfnisbefriedigung schenkt Vertrauen und Sicherheit. Dein Baby lernt, dass es sich auf dich verlassen kann und fühlt sich angenommen, geborgen und geliebt. Merke: Dein Baby weint niemals, um dich zu manipulieren oder dich zu ärgern. Hinter jedem Weinen steckt ein Bedürfnis. Du kannst dein Baby nicht verwöhnen, wenn du auf seine Bedürfnisse reagierst.

Erfährt ein Baby auf sein Weinen aber keine Reaktion, wird es verunsichert und resigniert irgendwann, weil es das Gefühl bekommt, dass es sinnlos ist, seine Bedürfnisse zu zeigen. Für die seelische Entwicklung ist das eine schlechte Voraussetzung, denn dein Baby fühlt sich nicht angenommen.

Nach einem anstrengenden Tag, wenn dein Baby krank ist oder in einer „Phase“ steckt, dann kann es schon sein, dass s aus dem Gleichgewicht gerät und mehr weint als sonst. Damit baut es seine Anspannungen ab und verarbeitet das Erlebte. Sorge dann für eine ruhige Umgebung, lass dein Baby in deinen Armen weinen, tröste es und bleib in seiner Nähe. Ein Tragetuch kann an diesen Tagen eine gute Möglichkeit sein, dein Baby mit dem zu versorgen, was es gerade braucht: Dich. Wiege dein Baby sanft, biete im etwas zum Saugen an, pucke dein Baby oder versuche es mit einer sanften Babymassage.

Auch ältere Kinder, besonders dann wenn sie in der „Trotzphase“ stecken, weinen häufig viel. Dein Kind braucht dann deine liebevolle Zuwendung und deine Geduld, weil es mit seinem Protest nur eines zeigt: Es hat eine andere Vorstellung als du. Oder eine andere Erwartung an eine Situation, die sich so nun nicht erfüllt hat. Es zeigt, dass dein Kind ganz eigene Vorstellungen von der Welt hat. Und das ist doch eigentlich wunderbar. Dein Kind stellt sich nicht gegen dich, sondern es bringt zum Ausdruck, dass nun etwas anders läuft, als es erwartet wurde.

Egal wie alt dein Kind ist: Trösten macht stark. Kein Kind sollte wenn es weint eine Auszeit bekommen, dafür geschimpft werden oder aufs Zimmer verbannt werden, um darüber nachzudenken. Kinder, die weinen, wollen eines: Unsere Zuwendung. Sie wollen gehalten und getröstet werden.

3. Was bedeutet rote Zunge?

Eine rote Zunge kann viele Ursachen haben – häufig ist es aber ein Hinweis auf Scharlach, eine Kinderkrankheit. Für Scharlach ist typisch, dass die Krankheit von jetzt auf gleich beginnt: Fieber, der Hals schmerzt, die Zunge schaut aus wie eine dicke Himbeere, die Haut ist rot gesprenkelt und fühlt sich wie Sandpapier an.

Schuld daran sind Bakterien mit dem Namen Streptokokken, die die Schleimhäute und die Haut befallen. Scharlach liegt erst dann vor, wenn der Hautausschlag hinzukommt – ansonsten sprechen Ärzte von Angina. Bei Scharlach gilt, dass dein Kind ihn immer wieder bekommen kann – anders als bei anderen Kinderkrankheiten, die man einmal durchmacht und dann ist Ruhe.

Wenn du also den Verdacht hast, dass dein Kind Scharlach hat, dann solltest du mit ihm schnellstmöglich zum Arzt gehen. Ohne eine entsprechende medikamentöse Behandlung kann Scharlach schnell ziemlich ernst werden. Der Arzt wird dann ein Antibiotikum, meist Penicillin, verschreiben, das die Bakterien zerstört und die Symptome lindert. In den ersten 24 Stunden der Medikamenteneinnahme sind Kinder noch ansteckend und sollten sich von anderen Kindern fernhalten. Verläuft alles normal, kuriert sich das Kind einfach zu Hause aus.

4. Wie viele Kinderfotos am Männerabend sind zu viel?

Tja, was sollen wir dazu sagen?

5. Wie Schnuller angewöhnen?

Babys haben ein angeborenes Saugbedürfnis. Dieses stillen Babys am liebsten an der Brust- sofern sie gestillt werden. Vielen Müttern ist es aber unangenehm, wenn ihr Baby sie als lebenden Schnuller verwendet und sie möchten sich ein wenig Freiraum schaffen. Ein Schnuller ist eine praktische Hilfe. Aber was tun, wenn das Baby keinen Schnuller mag?

Ein Patentrezept gibt es nicht. Der natürlichste Schnuller ist die Brust und viele Babys lehnen andere Attrappen ab, weil sie an der Brust nicht nur saugen können und dabei gleich süße Milch bekommen, sondern auch die Nähe spüren, die sie beruhigt. Wenn du deinem Baby also einen Schnuller angewöhnen möchtest, dann kannst du es nur immer wieder probieren, probieren und probieren und verschiedene Schnullermarken testen.

Es kann auch helfen, ein wenig Muttermilch auf den Schnuller zu geben und das Baby so überlisten. Tipps wie Himbeersirup, süße Medikamente oder andere Tricks solltest du nicht versuchen. Und sieh es doch mal so: Wenn du deinem Kind den Schnuller erst gar nicht angewöhnst, musst du ihn nachher auch nicht abgewöhnen.

6. Kind will nicht zu Oma

Wenn ein Kind nicht mehr zur Oma mag, dann sollte der erste Schritt ein Gespräch bzw. eine Beobachtung sein: Warum möchte das Kind nicht mehr hin? Ist etwas vorgefallen? Hat das Kind vor etwas Angst? Steckt es gerade in der Fremdelphase? Waren gerade große Veränderungen im Leben des Kindes?

Es muss gar nicht immer etwas Schlimmes gewesen sein, vielleicht nur irgendetwas, das das Kind als störend empfunden hat. Solche Phasen sind nun nicht untypisch – es ist nur so: Je jünger das Kind ist, desto schwieriger wird es herauszufinden, was der Grund dafür ist.

Was du dann aber tun kannst: Die Beziehung zwischen Großeltern und Kind stärken, indem du immer als sicherer Hafen dabei bist und dein Kind von diesem sicheren Ort in Kontakt gehen kann. Nicht mit Überredungskünsten und Zwang, sondern wenn es dazu bereit ist. Spielerisch. Vielleicht hilft es auch, wenn die Treffen nicht bei der Oma stattfinden, sondern in den eigenen vier Wänden, wo das Kind sich in Sicherheit fühlt.
Der beste Tipp ist: Abwarten, wenn es nur eine Phase ist und dranbleiben. Eine Beziehung baut sich nicht in wenigen Minuten auf, das braucht Zeit und Regelmäßigkeit. Wenn es einen konkreten Anlass gibt, dann unbedingt darüber sprechen und klären.

7. Bastel-Glitzer giftig

Glitzer enthält eine Vielfalt von Metallen und Glaspartikeln – gefährlich ist es dann, wenn Glitzer eingeatmet wird.

Die meisten Glitzerklebstoffe sind für Kinder allerdings nicht geeignet – so wie alle Klebstoffe. Spezieller Glitzerkleber für Kinder ist mit einer EU-Norm gekennzeichnet und ist lösemittelfrei. Er braucht dann länger um zu trocknen, weil das Wasser erst verdunsten muss (kann mit Erwärmung aber beschleunigt werden).

Ungiftiger Bastelkleber kann aber auch einfach selbst hergestellt werden – und wer ein wenig Glitzer hinzugibt, hat denselben Effekt und den Vorteil zu wissen, was drinnen ist.

8. Wie lange krabbeln okay?

Kinder entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo und völlig individuell. Während die einen Babys noch gemütlich am Rücken liegen und noch keine Anstalten machen sich zu drehen, beginnen die anderen schon zu krabbeln oder machen sogar schon die ersten Schritte. Diese Vergleiche verunsichern Eltern natürlich und sie fragen sich: Was ist normal?

Wenn man nicht in die Bewegungsentwicklung eingreift, dann folgt jedes Baby einem Rhythmus, der in ihm angelegt ist. Dazu braucht es keine speziellen Geräte oder Programme oder Spielgruppen, sondern nur eine Umgebung, die ihm das Erkunden ermöglicht und Eltern, die sensibel auf die Entwicklungsstufen eingehen und nichts vorwegnehmen, was das Baby noch nicht kann.

Bis etwa 18 Monate haben Kinder Zeit, um die ersten Schritte zu machen – bis dahin ist es völlig in Ordnung, wenn sie krabbeln. Manche Kinder starten früher, manche Kinder starten später. Und auch wenn Kinder schon laufen können, krabbeln sie noch gerne als Hund oder Katze durch die Wohnung, weil es ihnen Spaß macht und für das Gehirn ein gutes Training ist.

9. Last-Minute-Halloween-Kostüm für Kleinkind

Da haben wir zahlreiche Ideen auf unserer Pinterest-Pinwand für dich gesammelt:

Pinterest Halloween

10. Kind hochbegabt Anzeichen

Alle Eltern sind stolz auf ihr Kind – und das ist auch gut so. Aber nicht hinter jedem Strichmaxerl versteckt sich ein künftiger Picasso oder eine Hochbegabung. Nur etwa 3% der Bevölkerung ist hochbegabt – aber gerade bei vielen Kindern wird die Hochbegabung nicht erkannt. Es gibt auch nicht DIE Hochbegabung, sondern sie kann sich in vielen kleinen Faktoren zeigen: logisch-mathematisch, sprachlich, musikalisch, sozial oder künstlerisch. Manche Kinder sprechen überdurchschnittlich früh und ziehen mit ihren neugierigen Fragen schnell die Aufmerksamkeit der anderen Erwachsenen auf sich. Diese Kinder werden dann auch in der Schule entsprechend gefördert und unterstützt. Aber viele Begabungen bleiben im Verborgenen. So können auch schlechte Noten oder ein auffälliges Sozialverhalten ein Anzeichen für Unterforderung sein, das auf die Hochbegabung zurückzuführen ist.

Wir haben hier ein paar Fragen, die möglicherweise auf eine Hochbegabung hindeuten:

  • Ist dein Kind weiter entwickelt als Gleichaltrige?
  • Hat dein Kind einen außergewöhnlich großen Wortschatz für sein Alter?
  • Kann es detailliert und genau nacherzählen?
  • Ist es sehr wissbegierig?
  • Stellt dein Kind teilweise philosophische Fragen?
  • Braucht dein Kind ständig Beschäftigung, weil ihm sonst langweilig wird?
  • Erledigt es Aufgaben schnell?
  • Setzt dein Kind hohe Maßstäbe an sich?
  • Bekommt es Wutanfälle, wenn ihm etwas nicht gelingt?
  • Liest dein Kind häufig Bücher für Ältere?
  • Schläft dein Kind weniger als andere?
  • Wird es oft als anstrengend empfunden?
  • Hat es eine hohe Beobachtungsgabe?
  • Ist es in Gruppen sehr dominant und weiß alles besser und schneller?
  • Wirkt dein Kind oft wie ein kleiner Erwachsener?
  • Macht dein Kind absichtlich Fehler, um wie Gleichaltrige zu erscheinen?
  • Ist dein Kind sehr lärmempfindlich?
  • Spielt es lieber mit älteren Kindern?
  • Wurdest du schon darauf angesprochen, dass dein Kind Außergewöhnliches geschafft hat?

Erst ein IQ-Test gibt darüber Auskunft: Wird ein Wert von über 130 Punkten erreicht, gilt das Kind als hochbegabt. Werte darunter bedeuten nicht, dass das Kind nicht intelligent ist – auf keinen Fall! Es sagt nur aus, dass es nicht frühreif ist.

Die nächsten Fragen verraten wir dir im zweiten Teil!

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