Zahnunfall: Was tun, wenn sich das Kind einen Zahn ausgestoßen hat

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Unfälle gehören zum Kindesalter dazu: Zusammenstöße, Unfälle beim Klettern am Spielplatz oder im Haushalt: Meist gehen Unfälle glimpflich aus und es bleibt nur eine Beule oder ein blauer Fleck. Aber manchmal ist es auch schlimmer: Sind Unfälle mit Zahnunfällen verbunden, dann betrifft es meist die oberen mittleren Schneidezähne. Das können unkomplizierte Risse im Zahnschmelz, aber auch komplett ausgeschlagene Zähne mit Kieferbrüchen sein. Wie du dich dann richtig verhältst, erfährst du hier:

Bei den Milchzähnen hält sich das Übel in Grenzen, denn diese müssen sowieso raus. Hier wird der Zahnarzt eine platzhaltende Prothese einsetzen, aber keine weiteren Eingriffe vornehmen.

 

Anders verhält es sich bei den zweiten Zähnen. Da zählt jede Minute, um einen Zahn zu retten. Was Eltern dann tun müssen und können, erfährst du hier.

 

Was tun, wenn sich das Kind einen Zahn ausgestoßen hat

  1. Beruhige das verletzte Kind und schaue vorsichtig in seinen Mund, in dem du die Lippen leicht anhebst. Aber Vorsicht!
  2. Verletzungen im Mund bluten meist stark. Mit einem Stofftaschentuch oder einem sterilen Wundverband, der im Erste-Hilfe-Kasten für unterwegs drinnen sein sollte, Druck auf die blutende Stelle ausüben und von außen kühlen.
  3. An lockeren Zähnen, nicht wackeln!
  4. Ausgeschlagene Zähne oder Teile von diesen suchen. Dabei nicht die Zahnwurzel berühren! Den Zahn auch nicht reinigen.
  5. Beim Transport muss der Zahn möglichst feucht gehalten werden. Es gibt sogar eine spezielle Zahnrettungsbox*, die in Apotheken erhältlich ist.
  6. Spätestens nach 20 Minuten sollte der Zahn in ein spezielles Nährmedium gelegt werden, damit die empfindlichen lebenden Zellen bis zu 48 Stunden überlegen können.
  7. Ohne Rettungsbox reicht es aus, den Zahn in kalte H-Milch zu legen, oder in eine Frischhaltefolie, in Speichel oder in eine isotonische Kochsalzlösung.
  8. Den Zahn auf keinen Fall in ein feuchtes Taschentuch oder in den Mund legen!
  9. Umgehend eine Zahnarztpraxis aufsuchen.
  10. Der Zahnarzt wird die Zähne entsprechend versorgen und über weitere Schritte informieren, die auch für die Versicherung und Kosten für Folgebehandlungen wichtig sind.

 

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