Wie du als Neo-Eltern die ersten Wochen überlebst

Oh, die ersten Wochen nach der Geburt können an dir zehren. An euch.

Wickeln, Füttern, in den Schlaf wiegen, nachts aufstehen.

24/7. Ohne Pause.

Dein Baby nimmt keine Rücksicht auf deine Bedürfnisse, es wartet nicht bis du fertig geduscht hast und es interessiert sich nicht für dein Schlafbedürfnis. Es ist ihm auch egal, ob du deine Haare schon frisiert hast, heute schon etwas gegessen hast oder einen Termin hast, bei dem du pünktlich sein möchtest/solltest. Das alles lernt dein Baby erst in den nächsten Jahren. Das erfordert eine Menge Flexibilität von euch als Paar: Ihr müsst euer Zusammenleben immer wieder neu ordnen, euch immer wieder zu fragen was euch wichtig ist und euch auf das Leben mit einem Kind einlassen. Ein Baby zu haben bedeutet auch, sich selbst für einen gewissen Zeitraum hinten anzustellen und achtsam mit seinen Ressourcen umzugehen. Wie du das schaffst? Indem du Hilfe annimmst und nicht glaubst, alles alleine schaffen zu müssen.

Vor deinem Kind warst du nach einer durchwachten Nacht erschöpft und müde. Was hast du getan? Ausgeschlafen. Das kannst du jetzt vergessen. Dein Baby interessiert dein Plan nicht. Und Partys? Das waren doch diese Tupperware-Treffen, oder?

 

Willkommen in der Eltern-Welt!

Alles, was du in den ersten Wochen mit einem Baby brauchst ist Schlaf, Schlaf und nochmals Schlaf. Ein gut gemeinter Tipp: Sorge dafür! J.E.T.Z.T. Sonst kriechst du bald am Zahnfleisch – falls du noch kriechen kannst.

Und kriechen hat nichts mit ver-kriechen zu tun, denn das ist es nicht und hilft nicht. Bitte deinen Mann um Hilfe. Argumente wie „er muss morgen arbeiten“ zählen nicht – du hast auch was zu tun und nicht gerade einen Wellnesstag vor dir. Du musst dich um dein Baby kümmern. Also bitte ihn, auch mal aufzustehen! Das bricht ihm keinen Zacken aus der Krone. Eltern-Sein betrifft euch beide. Sei ihm dankbar und zeige ihm das auch mal. Sag ihm einfach mal „Danke“.

 

Folgende Tipps können helfen, die Anstrengungen der ersten Wochen als Eltern zu schaffen und nachher immer noch Paar zu sein:

neo-eltern

  • Holt euch Unterstützung: Oma, Opa, Tanten, Verwandten, Freunde, Nachbarin, egal!
  • Schlaft so viel ihr könnt: Der Haushalt kann warten – oder hat sich Ikea bei dir fürs nächste Wohnzimmer-Shooting angemeldet? Nein? Siehste.
  • Kaffee einkaufen: Und zwar auf Vorrat. So richtig. Er wird zum Lebensretter in den nächsten Wochen. Er wird dein engster Verbündeter. Denn Kaffee fragt nicht nach einer anstrengenden Nacht. Er ist einfach da.
  • Sich Auszeiten gönnen: Alleine duschen gehen, ohne Babygeschrei. Eine Shoppingtour alleine – nicht Klamotten, Lebensmittel. Aber alleine.
  • Unterstützt euch und redet miteinander: Dein Partner kann erst dann riechen dass du Hilfe brauchst, wenn du mehrere Tage nicht duschen warst. Mach es ihm also nicht schwer und redet miteinander.

So anstrengend die Zeit ist, sie geht vorbei. Es ist eine Phase, wie so vieles andere auch im Leben mit Kindern. Nehmt die Zeit an, versucht das Positive zu sehen: Ihr könnt viel kuscheln und Zeit mit eurem Baby verbringen, denn die Zeit vergeht schnell. Auch, wenn du das jetzt nicht glaubst. Entschleunige den Tagesablauf, trete einen Schritt zurück und versuche, dich zu entspannen.

Schau in die Augen deiner Kinder und sieh eines: Dafür lohnt sich die Anstrengung.

 

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