40. Schwangerschaftswoche

    Überraschungen bei der Geburt
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    Jetzt ist der Moment gekommen! In der 40. Schwangerschaftswoche erreichen du und dein Baby den errechneten Geburtstermin. Ob es auch wirklich schon kommen will? Das entscheidet es ganz allein.

    10 Dinge, die dir niemand vor der Geburt erzählt

    Du hast jetzt in unserem Schwangerschaftskalender einiges zu Schwangerschaft und Geburt erfahren. Dennoch gibt es Dinge, die selten einer Schwangeren gesagt werden. Aber keine Angst, hier geht es nicht um Schmerzen oder darüber, dass du jetzt noch für dein Leben schlafen sollst, sondern um ganz banale Gegebenheiten: Wir verraten dir zum Abschluss 10 spannende Überraschungen, die eine Mutter bei und nach der Geburt erfährt.

    • Auch wenn der Kopf deines Kindes schon tief in deinem Becken liegt und der errechnete Geburtstermin längst verstrichen ist, kann es sein, dass dein Baby noch nicht kommen will. Dein Arzt/deine Ärztin werden dich zwar genauer beobachten, aber tatsächlich ist es in den meisten Fällen weder für dich noch für dein Kind gefährlich, bis zur 42. Schwangerschaftswoche zu warten.
    • Entgegen dem Mythos aus Hollywood-Filmen dauert eine Geburt sehr lange. Vom Start der Frühwehen bis zur Entbindung können beim ersten Kind schon mal 23-24 Stunden vergehen.
    • Wenn die ersten Wehen kommen, kannst du eine ganze Zeit lang noch ganz normale Dinge machen, z. B. etwas Leichtes essen oder ein Bad nehmen.
    • Auch wenn du dir im Vorhinein einen Geburtsplan zurecht gelegt hast, wird die Geburt wahrscheinlich anders verlaufen. Bleib flexibel – jede Geburt ist ein einzigartiges Erlebnis. Und: Beim zweiten Kind kann es wieder ganz anders sein.
    • Ist es erstmal auf der Welt, ist dein Baby nicht gleich ein kuscheliger Wonneproppen wie in der Windelwerbung (die meisten Babys sind bei Werbeaufnahmen nämlich schon 3 Monate alt). Es kommt etwas „verschrumpelt“ aus deinem Bauch, manchmal ist sogar der Kopf verformt. Es dauert ein paar Stunden, bis die Haut nicht mehr blau ist und eine normale Farbe annimmt.
    • Du verspürst eventuell nicht sofort eine tiefe Verbundenheit mit deinem frisch geborenen Kind. Es sieht dir und deinem Partner vielleicht auch gar nicht ähnlich, oder ist ganz anders, als du es dir vorgestellt hast. Gebt euch Zeit, um euch kennenzulernen.
    Nach der Geburt: 
    • Stillen ist nicht leicht und gar nicht selbstverständlich. Zuerst produzierst du die Vormilch (von der Konsistenz so ähnlich zähflüssig wie Honig), die dein Baby mühsam trinken wird. Die eigentliche Milch „schießt“ erst am 2. oder 3. Tag nach der Geburt ein.
    • Wenn die Milch kommt, werden deine Brüste riesig! Viele Frauen mit kleinen Brüsten erleben jetzt einen richtigen Zuwachs, der sonst nur durch eine Brust-OP möglich ist. Leider kannst du es nicht richtig auskosten, weil die Brust spannt und berührungsempfindlich ist.
    • Wenn alles reibungslos geklappt hat und du eine Spontangeburt ohne Komplikationen erleben durftest, kannst du ziemlich schnell nach der Geburt wieder ganz normal gehen, stehen und sitzen und das Krankenhaus wieder verlassen.
    • Wenn das Baby aus deinem Bauch heraus ist, ist der nicht automatisch gleich wieder ganz flach. Glaub nicht den Bildern der Stars, die gleich nach der Geburt wieder ein Sixpack haben. Man sieht eine ganze Weile noch aus, als wäre man im 6. oder 7. Monat. Es hat 9 Monate gebraucht, um diesen Bauch zu bekommen – es dauert mehrere Monate, bis er wieder weggeht.

    Dein Baby in der 40. Schwangerschaftswoche

    40. Schwangerschaftswoche
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    In der 40. Schwangerschaftswoche misst dein Baby ca. 51 cm, wiegt ca. 3.400 Gramm und ist bereit, auf die Welt zu kommen. Es produziert jetzt vermehrt Hormone, die unmittelbar zur Geburt führen: Mittlerweile ist wissenschaftlich so gut wie bestätigt, dass der Beginn der Geburt vom Baby gesteuert wird. Es befindet sich im Ausnahmezustand. Sein kleiner Körper wird jetzt und während des Geburtsvorgangs mit so vielen Stresshormonen überschwemmt wie im gesamten Leben danach nicht mehr. Mit Hilfe der Hormone „schaltet“ es seine Körperfunktionen ein, die nach der Geburt ohne die Plazenta der Mama funktionieren müssen.

    Wehen fördern

    Wehen fördern
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    Tut sich bei dir in der 40. Schwangerschaftswoche noch gar nichts, werden der Arzt/die Ärztin und die Hebamme einige Tipps und Tricks verraten, wie du dein Baby auf natürliche Art dazu bringst, die Geburt in Gang zu bringen.

    Natürliche Methoden zur Wehenförderung

    Sprich unbedingt mit deinem Arzt/deiner Ärztin oder Hebamme, bevor du diese Methoden probierst!

    • Akupunktur
    • Massage des Bauches
    • Fußreflexzonenmassage
    • Massage der Brüste und Stimulation der Brustwarzen
    • Bestimmte Kräutertees (Vorsicht: Wehenfördernde Tees sind Arzneimittel!)
    • Sex
    • Ein warmes Bad
    • Bewegung wie Spazierengehen oder Tanzen

    Nur im Falle, dass es dir oder/und deinem Baby nicht mehr gut geht, werden die Wehen künstlich eingeleitet. Dies erfolgt mit einer Gabe von Hormonen, entweder als Zäpfchen oder als Infusion. Viele Frauen berichten, dass künstlich eingeleitete Wehen heftiger und wesentlich unangenehmer als natürliche sind. Der natürliche Weg ist immer der beste und deshalb erstrebenswerter!

    Wohlfühltipp für die 40. Schwangerschaftswoche

    Du wartest schon sehnlich, aber Baby lässt sich noch Zeit? Wenn du unsere Tipps zum Wehenfördern schon probiert hast, hilft vielleicht eines: Sprich mit deinem Baby! Frag es, was es braucht, um auf die Welt zu kommen. Versuche, dich dabei ganz nach innen zu wenden und mit deinen innersten Gefühlen in Kontakt zu kommen. Du wirst überrascht sein, welche Botschaften dein Baby dir „sendet“! Denn oft weißt du ganz intuitiv, was vielleicht noch blockiert und wie du deine Einstellung so anpassen kannst, dass dein Baby bereit ist für den ersten großen Schritt ins Leben.

     

    Wir von welovefamily.at hoffen, dass wir dir mit unserem Schwangerschaftskalender über die letzten Wochen positiv und motivierend zur Seite gestanden sind. Wir wünschen dir und deinem Baby „Toi-toi-toi“ für die Geburt und viel Glück und Gesundheit für eure Zukunft!

    Nicht vergessen: Auch für die Zeit nach der Geburt findest du auf welovefamily.at viele Tipps und Tricks, zum Beispiel:

    16 Tipps fürs Wochenbett

    Wie du als Neo-Eltern die ersten Wochen überlebst

    Hurra, unser Baby ist da!

     

    Wichtiger Hinweis: Wir von welovefamily.at haben diesen Artikel für dich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch haften wir nicht für die in diesem Artikel erwähnten Informationen und Ratschläge. Bitte wende dich in Zweifelsfällen sofort an deinen Arzt/deine Ärztin oder Hebamme.

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