39. Schwangerschaftswoche

    Viel Glück für die Geburt
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    Gratulation! In der 39. Schwangerschaftswoche gilt dein Baby als voll ausgereift und bereit für die Geburt. Wie du die Zeit bis dahin am besten füllen kannst, erfährst du hier.

    Die Wartezeit aufs Baby verkürzen

    Jetzt, wo es bald losgeht, fühlen sich viele Schwangere nervös und aufgeregt. Der Bauch ist riesig und ständig im Weg, die Bewegungen mühsam und schwerfällig. Trotzdem heißt es, sich noch eine Weile zu gedulden. Hier sind einige Tipps, wie du die letzten Tage und Wochen vor der Geburt angenehm für dich und dein Baby gestalten kannst:

    10 Tipps für das Warten aufs Baby
    1. Ich mag nicht mehr!

      Das starke Gefühl, dein Baby endlich zur Welt bringen zu wollen, ist ganz normal, besonders wenn du viel an Gewicht zugenommen hast, Zwillinge erwartest oder keine leichte Schwangerschaft hattest. Sieh es positiv: Bei vielen Schwangeren wird jetzt die Angst vor der Geburt kleiner, weil die Warterei dann endlich vorbei sein wird.

    2. Mach dir eine schöne Zeit mit deinem Partner oder mit Freunden

      Geh ins Kino, auf ein romantisches Abendessen oder verbring einen gemütlichen Brunch mit der besten Freundin. Es sind die letzten Tage, bevor du deine Aufmerksamkeit deiner neuen großen Aufgabe widmest – genieße die Freiheit, zu tun, was du möchtest.

    3. Sei faul!

      Leg dich auf die Couch, mach ein Nickerchen oder sieh dir die letzten Staffeln deiner Lieblingsserie an, denn jetzt ist keine Zeit um Bäume auszureißen. Alles, was dich entspannt und fröhlich macht, ist gut für Körper und Geist.

    4. Tu deinem Körper Gutes

      Öle deinen juckenden Bauch und deine Brüste ein, genieße ein warmes Bad und gönn dir eine Massage, denn dein Körper leistet gerade Unglaubliches.

    5. Nutze deinen Nestbautrieb

      Schwelge in deinen Wohnungs-Verschönerungsprojekten und bring dein Zuhause auf Vordermann. Bald wirst du keine Zeit mehr haben, stundenlang in Einrichtungskatalogen zu stöbern oder Möbel neu zu arrangieren. Fürs kleine Budget: Kauf dir Pflanzen, neue Servietten oder Bilderrahmen für die Babyphotos.

    6. Geh spazieren 

      Bewegung entspannt nicht nur, sondern fördert auch den Beginn der Wehen. Frische Luft unterstützt deinen Kreislauf und stärkt dein Immunsystem jetzt ganz besonders. Je fitter du bist, umso mehr Reserven hast du für die Geburt.

    7. Mach eine Kontaktliste

      Wen wirst du als erster informieren, wenn euer Baby da ist? Erstelle eine Liste von
      E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Whatsapp-Kontakten, mit den liebsten Menschen, die von eurem neuen Weltenbürger erfahren sollen. Wenn es soweit ist, hast du sie gleich bei der Hand.

    8. Überprüfe noch einmal deine Kliniktasche

      Passen die Still-BHs und Slips noch, die du gekauft hast oder hast du mehr zugenommen? Ist der Pyjama bequem oder schneidet der Bund zu sehr ein? Nach der Geburt ist der Bauch nicht gleich wieder weg und du wirst eine Zeit lang noch wie im 6. oder 7. Monat aussehen.

    9. Sex

      Wenn du dich als Hochschwangere mit dickem Bauch dabei wohl fühlst, spricht nichts gegen Geschlechtsverkehr. Der Orgasmus entspannt und lockert die Muskeln in deinem Unterleib.

    10. Ablenkung!

      Fast am allerwichtigsten ist, dass du bei all dem Schwangerschaftsgerede nicht vergisst, dass es noch andere Menschen und Interessen in deinem Leben gibt: Auch wenn es schwerfällt, behalte ein offenes Ohr für deine Familie und deine Freunde und nimm am normalen Leben teil. Wenn du aus deiner eigenen kleinen „Babyblase“ heraus trittst, vergeht die Zeit viel schneller!

    Dein Baby in der 39. Schwangerschaftswoche

    39. Schwangerschaftswoche
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    In der 39. Schwangerschaftswoche misst dein Baby ca.
    50 cm und wiegt um die 3.250 Gramm – wie bereits in der 38. Schwangerschaftswoche. Viel passiert jetzt nicht mehr, dein Baby ist außerhalb deines Bauches voll überlebensfähig. Die Lungen produzieren Kortison und entfalten sich nach der Geburt problemlos. Dein Baby wird selbstständig atmen können. Über die Plazenta erhält es weiterhin Antikörper, die es in der ersten Zeit nach der Geburt vor Infektionen schützen. Man spricht vom „Nestschutz“, der durchs Stillen zusätzlich verstärkt wird. Meist schläft dein Baby und bewegt sich kaum. Wenn du jetzt außergewöhnliche Bewegungen verspürst, deutet das mit großer Wahrscheinlichkeit den Beginn der Geburt an.

    Vor- und Nachteile eines Kaiserschnitts

    Während der letzten Wochen der Schwangerschaft und des Geburtsprozesses beobachten Ärzte und Hebamme genau deinen und den Zustand deines Kindes. Sobald es einem von euch beiden nicht gut geht (z. B. bei einer Unterversorgung durch die Plazenta, einem Geburtsstillstand, oder wenn die Nabelschnur sich um den Hals des Babys gewickelt hat), wird man einen Kaiserschnitt in Erwägung ziehen. Beim Kaiserschnitt wird das Baby im Rahmen einer Operation über die Bauchdecke aus dem Körper der Mutter geholt.

    Vorteile eines Kaiserschnitts
    • Ermöglicht ein rasches Eingreifen im Notfall
    • Eine Alternative für Frauen, die bereits eine schlimme Geburt erlebt haben und unter einem Trauma leiden
    • Bei einer Infektion der Mutter wird eine Ansteckung des Kindes vermieden
    • Ist zum Beispiel das Becken der Mutter zu eng oder handelt es sich um eine Risikogeburt, kann das Baby sicher „geholt“ werden
    Nachteile eines Kaiserschnitts
    • Ein Kaiserschnitt ist einer großen Bauch-OP gleichzusetzen, deshalb ist er auch mit Risiken verbunden.
    • Nach der Geburt bist du weit weniger mobil als nach einer Spontanentbindung. Du hängst am Schmerzmitteltropf und brauchst einige Tage Erholung, um wieder normal aufstehen zu können.
    • Die Kaiserschnitt-Wunde kann sich entzünden.
    • Deine Milch schießt eventuell später ein – der Stillbeginn führt zu Problemen.
    • Dein Baby kann unmittelbar nach dem Kaiserschnitt an „Anpassungsstörungen“ leiden: Es kann nicht alleine atmen, hat Probleme mit der Darmflora, etc.
    • Die Zeit nach der Geburt ist einige Wochen lang anstrengender als bei einer Spontangeburt, denn die Wunde schmerzt und du bist von der OP geschwächt. Besonders wenn du schon ältere Kinder hast, wirst du vermehrt Hilfe im Alltag brauchen.

    In einigen Fällen ist ein Kaiserschnitt unbedingt notwendig, um das Leben der Mutter und/oder des Kindes zu retten. Trotzdem sollte die OP wohlüberlegt sein, denn es gibt auch Nachteile.

    Wohlfühltipp für die 39. Schwangerschaftswoche

    So kann dich dein Partner in der Schwangerschaft unterstützen
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    Nicht nur du, sondern auch dein Partner (oder deine Geburtspartnerin) können sich auf die Geburt vorbereiten. Nimm dir Zeit, um mit ihm darüber zu sprechen, wie er dich am besten unterstützen kann. Viele Männer sind unsicher, wie sie sich am besten nützlich machen können. Am besten erklärst du ihm, dass er flexibel bleiben soll: Du wünschst dir zum einen Zeitpunkt vielleicht eine Massage, während du zum anderen keine Berührungen aushältst. Er sollte auf jeden Fall über deinen Geburtsplan informiert sein und dir dabei zur Seite stehen, z. B. wenn du alle Möglichkeiten ausprobieren möchtest, um einen Kaiserschnitt zu vermeiden. Wichtig ist ein großes Maß an Geduld: eine Geburt kann viele Stunden dauern. Viele Männer glauben, ein Baby kommt wie im Hollywood-Film innerhalb von 5 Minuten!

     

    Wichtiger Hinweis: Wir von welovefamily.at haben diesen Artikel für dich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Dennoch haften wir nicht für die in diesem Artikel erwähnten Informationen und Ratschläge. Bitte wende dich in Zweifelsfällen sofort an deinen Arzt/deine Ärztin oder Hebamme.

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