Rezension „Erste Hilfe für mein Kind“

Im Ernstfall schnell und richtig reagieren Romana Kandioler, Heinz Kuderna, Alexander Lang, Gabriele Sprengseis

Ein Sturz am Spielplatz, ein Kochunfall, eine Schnittverletzung beim Schnitzen, Übelkeit und Erbrechen, eine Münze, die dein Kind verschluckt hat, eine Verbrennung mit heißer Suppe, ein Sonnenstich von einem langen Badetag, ein Bruch nach einem Sturz mit dem Fahrrad– Unfälle mit Kindern können jederzeit und überall passieren. Etwa alle 3 Minuten verunglückt in Österreich ein Kind – das sind rund 165.000 Unfälle pro Jahr, wobei 85% der Unfälle von Kindern unter 5 Jahren in den eigenen vier Wänden passieren, 2% auf Verkehrsflächen und 1% in der freien Natur. 60% der unfallbedingten Verletzungen wären jedoch durch vorbeugende Maßnahmen vermeidbar. (Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit)

Wie war das nochmal?

Wenn doch ein Unfall passiert ist, ist schnelles und richtiges Handeln wichtig, um noch Schlimmeres zu verhindern.  Dann ist es gut zu wissen, was zu tun ist. Doch viele Eltern sind auf den Ernstfall nur schlecht vorbereitet. Stabile Seitenlange, Wiederbelebung und wie war das nochmals mit Bisswunden? Der letzte Erste-Hilfe-Kurs liegt bei vielen Menschen schon viele Jahre zurück und irgendwie sind doch alle froh, dass sie im Ernstfall noch nicht helfen mussten. Wenn man aber Kinder hat oder mit Kindern arbeitet, dann sollte man die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen, um im Ernstfall entsprechend handeln zu können. Hier kann das Buch „Erste Hilfe für mein Kind“ die wichtigsten Informationen liefern.

„Erste Hilfe für mein Kind“ – Rezension

Der Ratgeber „Erste Hilfe für mein Kind“ von Romana Kandioler, Heinz Kuderna, Alexander Lang und Gabriele Sprengeis wendet sich an Eltern und an Menschen, die mit Kindern arbeiten. Ausgehend von den Abenteuern von Lukas und Leonie, den Hauptpersonen der Geschichten, werden nicht nur Tipps zur Unfallvermeidung gegeben, sondern auch Hintergrundwissen, was z.B. bei einer Verbrennung im Körper geschieht, wie du dich verhalten solltest, was dann im Krankenhaus auf euch zukommt und wie deine Hausapotheke bestückt sein sollte (da habe ich gleich einmal ein wenig aufgebessert).

Leseprobe aus Kapitel 2 „Wir kochen eine Suppe“

„Trotz der warmen Kleidung haben sie gefroren. Also machen jetzt alle gemeinsam eine Suppe. Da wird Gemüse geputzt und zusammengeschnippelt, ein großer Topf kommt auf den Herd und in den Topf kommt eine Flüssigkeit rein. Nach einer Weile brodelt es so schön. Bevor die Eltern aus der Küche gegangen sind, um irgendwas zu holen, hat Mama „Bleib weg vom Herd“ oder so etwas Ähnliches gesagt, aber Lukas kann sich nicht mehr genau erinnern. Das Brodeln im Topf fasziniert ihn zu sehr. (…) Lukas stellt sich auf die Zehenspitzen, um in den Topf hineinsehen zu können. Leider vergebens – der Herd ist viel zu hoch. Aber den Kochlöffel bekommt er mit viel Mühe zu fassen und versucht ein wenig zu rühren. (…) Doch auf den Zehenspitzen hat Lukas keinen guten Stand; er muss sich festhalten. Nur wo? Er greift an den Rand des Topfes, spürt den Schmerz, will zurück, schafft es aber nicht, und schon macht es einen lauten Krach! Lukas fällt zu Boden, und der Topf mitsamt Inhalt und Kochlöffel landet auf seinem Unterarm.“

In diesem Kapitel erfahren Leser dann nicht nur, wie sie einen solchen Unfall vermeiden könnten, wie etwa durch Herdschutzgitter, Schalterabdeckungen für Drehknöpfe und Töpfe auf die hinteren Platten stellen, sondern sie werden auch dazu angeregt darüber nachzudenken und ihr eigenes Wissen zu überprüfen, wie sie sich denn in dieser Situation verhalten würden.

Wüsstest du es?

Wenn nicht, dann kannst du dich in diesem Ratgeber umfassend darüber informieren: Nicht nur, wie du dich richtig verhältst, sondern auch, wie die Verbrennungsgrade eingeteilt werden und was dann im Krankenhaus passiert. Und noch ein wichtiger Punkt wird erläutert: Hausmittel wie etwa Eiklar auf die Wunde oder Mehl. Mit diesen Mythen wird ebenso aufgeräumt, denn alles, was auf die Wunde kommt, tut weh und verklebt sie. Außer speziell beschichteten Wundauflagen, die nicht mit der Wunde verkleben, sollte bei einer Verbrennung nichts gemacht werden.

Unser Fazit

Der leicht verständliche Aufbau und die gut erklärten Ausführungen ohne „Fachchinesisch“ machen den Ratgeber zu einem perfekten Einstieg ins Thema „Erste Hilfe“ – egal ob mit oder ohne Vorkenntnisse. Er ist nicht trocken und langweilig, sondern aus dem Leben gegriffen, authentisch und so gut aufgebaut, dass er trotz Alltag mit Kindern und wenig Zeit gut gelesen werden kann.

Besonders die Geschichten zum Einstieg machen ihn zu einem Ratgeber, der auch gemeinsam mit Kindern durchgearbeitet werden kann. Erste Hilfe ist kinderleicht! Die Geschichten holen Kinder im Volksschulalter ab und regen sie dazu an, über die Situation nachzudenken, darüber, wie sie verhindert werden könnte, ob ihnen das schon einmal passiert ist und wie sie sich dann im Ernstfall verhalten sollten.

Wenn du nun neugierig geworden bist, dann schau in unserem Shop vorbei – dort kannst du den Ratgeber „Erste Hilfe für mein Kind“ kaufen.

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