Nela und der Schneetanz

shutterstock ID 777898411

10 Gründe, warum Lesen wichtig ist!

Nela war ein kleines Mädchen. Sie liebte den Sommer und den Frühling. Nela fand auch den Herbst schön. Aber den Winter fand sie nicht immer schön. Kannst Du Dir vorstellen warum?

Nela hatte zum vierten Geburtstag einen Schlitten bekommen. Der stand nun schon zwei Winter lang unbenutzt im Keller. Es hatte nämlich zwei Jahre lang im Winter nur so wenig geschneit, dass die Rodelbahnen schneefrei geblieben waren. Sie hatten nur einen dünnen weißen Frostschleier bekommen. Die Kinder konnten ihre Schlitten nur einen Meter weit fahren und blieben dann im Sand stecken. Nelas Papa sagte, der neue Schlitten bleibt im Keller.

Nela war sehr traurig, dass sie ihren tollen Rodelschlitten noch nie benutzt hatte. Sie blieb den ganzen Tag in ihrem Zimmer und spielte mit ihren Puppen. Das gefiel ihrer Mutter gar nicht. Ein Kind sollte draußen herumtoben und glücklich sein. Sie fragte Nelas Oma Inge, was man tun könnte. „Oh, wir machen mit Nela einen Zaubertanz.“, sagte Oma Inge zu Nelas Mutter. „Na gut, Oma – aber was machen wir, wenn es trotzdem nicht schneit?“, wollte Nelas Mutter wissen. „Wir müssen den geheimen Zaubertanz so oft wiederholen, bis es schneit.“, sagte Oma und lächelte geheimnisvoll. „Der liebe Gott wird uns schon helfen.“

So kam es, dass jeden Abend, wenn es dunkel war, drei dick vermummte Gestalten in den Garten von Nelas Haus gingen und einen geheimnisvollen Schneetanz tanzten. Oma sang mit ihrer schönen Stimme ein Lied. Es ging so:

„Oma und Nela bitten
um viel Schnee für Nelas Schlitten.
Lieber Gott, mach dass es schneit
wir alle sind dafür bereit!“

Es war Mitte Dezember. Bald würde Weihnachten sein. Leider schmecken Bratäpfel, heißer Kakao und Zimtsterne nicht richtig gut, wenn draußen kein Schnee liegt. Doch der liebe Gott hatte ein Einsehen mit Nela. „Wer so schöne Lieder für mich singt und einen so schönen Schneetanz macht, der soll auch belohnt werden“, dachte er bei sich. Einen Tag vor Heiligabend ließ er jede Menge dicke Schneeflocken vom Himmel rieseln. „Oma! Du bist wirklich eine große Zauberin!“, sagte Nela zu Oma Inge. Sie rannte glücklich zu Papa, damit er den Schlitten aus dem Keller holte.


Liebe Mama, lieber Papa!
Falls noch jemand wach ist, lies doch einfach diesen Text ganz langsam und leise vor und sieh, wie sich dein Kind entspannt:

Leg dich ganz bequem hin.

Du hast dich gut zugedeckt und spürst wie angenehm es in deinem Bett ist. Du kannst ein paar Mal tief ein und ausatmen und dabei deinen Atem unter deiner Nase spüren. Ganz tiefe Atemzüge……

Schaust du dir manchmal die Wolken am Himmel an?

Die, die wie Wattepolster ausschauen?

Stell dir vor, du bist jetzt von so einer Wolke eingehüllt. Sie hat sich rund um dich gelegt und du fühlst dich wie in einer dicken warmen Decke. Ganz gemütlich. Die Wolke ist bei dir, um dich zu beschützen. Alles was für dich nicht angenehm ist, hält sie von dir ab. Laute Geräusche sind etwas leiser, wenn es dir kalt war, wird es dir ganz angenehm warm. Du fühlst dich ganz leicht.

In dieser Wolkendecke ist es einfach wunderbar. Es kann sein, dass dir vielleicht ein ganz schönes Erlebnis von heute einfällt. Vielleicht hat jemand zu dir gesagt, dass er dich lieb hat, oder du hast jemanden ganz besonders lieb. Erinnere dich daran. Du spürst, wie dir bei diesen Erinnerung ganz wohl wird um dein Herz… Vielleicht wirst du ein wenig müd. Ganz angenehm müd…. Es geht dir ganz, ganz gut in deinem wunderbaren Wolkenbett.

TEILEN