Baby Entwicklungs-Kalender: Der 8. Monat

    © Shutterstock

    Dein Baby wird langsam mobil und beginnt, seine Umwelt auf eigene Faust zu entdecken. Die meisten Babys sind im achten Monat so weit, dass sie mit dem Robben und vielleicht auch schon zu krabbeln beginnen.

    Hinaus geht es in die bunte Welt. Dein Baby wird mobil. Antrieb für diese Entwicklung sind der Entdeckerdrang und der Wunsch, interessante Gegenstände selbständig zu erreichen und zu erkunden. Manche Babys sind motorisch sogar so schnell in der Entwicklung, dass sie sich schon aufrichten. Jedes Baby hat sein eigenes Tempo. Du kannst die Entwicklung unterstützen, aber nicht beschleunigen. Das Gras wächst ja auch nicht schneller, wenn man daran zieht ;-).

    7 interessante Fakten über’s Krabbeln

    1. Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell, aber in der Regel beginnen Kinder zwischen dem sechsten und dem zehnten Monat mit dem Krabbeln.
    2. Manche Kinder robben oder krabbeln lieber rückwärts, oder rutschen auf dem Po, um die Welt zu erkunden. Andere rollen durch die Gegend. Alles in Ordnung. Hauptsache sie sind mobil!
    3. Krabbeln ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, weil die Kreuzbewegung von Armen und Beinen eine unglaubliche Gehirnleistung darstellt. Das Erlernen dieser grobmotorischen Technik ist ausschlaggebend für viele spätere Entwicklungen.
    4. Zum Krabbeln animieren kannst du dein Baby, indem du zum Beispiel sein Lieblingsspielzeug oder seinen Lieblingsschnuller außerhalb seiner Reichweite legst. Dabei hilft auch viel Lob und Aufmunterung.
    5. Auf keinen Fall solltest du das Krabbeln erzwingen. Das nimmt deinem Baby die Freude an der Bewegung. Bitte nur ja keinen Druck ausüben oder mit dem Baby schimpfen, weil es sich nicht bewegt!
    6. Kinder lernen am meisten vom Zuschauen. Daher los, runter auf alle viere und um die Wette krabbeln, liebe Mamas und Papas!
    7. Statt das Baby immer zu tragen oder auf deiner Hüfte zu halten, lass es  immer öfter auf dem Boden die Welt entdecken. Begieb auch du dich auf den Teppich zu deinem Baby und zeig ihm vom Boden aus die Welt.
    8. Kinderärzte und -ärztinnen raten von sogenannten „Lauflernhilfen“ ab. Die Geräte behindern einen natürlichen Entwicklungsschritt und sind nicht notwendig.
    9. Manche Kinder lassen das Krabbeln aus und stellen sich gleich auf ihre zwei Beine. Laut Experten und Expertinnen stellt das später kein Problem dar. Trotzdem gilt: Versuch nicht, die Entwicklung zu beschleunigen, zum Beispiel, indem du dein krabbelndes Kind zum Aufstehen zu bewegen versuchst. Alles hat seine Zeit.
    10. Will dein Kind mit zwölf Monaten noch immer nicht krabbeln und zeigt es auch sonst keine Anstalten, sich in Bewegung zu setzen (zu robben, oder zu kriechen), dann solltest du das Gespräch mit deinem Kinderarzt oder deiner Kinderärztin suchen. Eventuell ist eine „entwicklungsneurologische Untersuchung“ notwendig.

    So entwickelt sich dein Baby im 8.Monat

    Lange hat dein Baby auf diesen Moment hingearbeitet: Es hat seine Muskulatur soweit trainiert, dass es nun kräftig genug ist, sich in Bauchlage fortzubewegen. Dein Baby kann seinen Kopf halten und entdeckt so eine völlig neue Perspektive. Die kleinen Ärmchen sind kräftig genug, um es durch den Raum zu schieben. Zunächst einmal rückwärts, aber irgendwann versteht dein Baby, wie es vorwärts kommt. Ist dieser Schritt erreicht, geht es schnell voran: Vierfüßler, Krabbeln, Sitzen, Stehen, Gehen. Es sind nur mehr wenige Wochen, die dein Baby auf dem Boden verbringt. Unvorstellbar, oder?

    Eine kindersichere Wohnung ist nun unumgänglich, damit dein Baby seine Entdeckungstouren ohne große Gefahren bestreiten kann. Achte auch darauf, dass keine Kleinteile auf dem Boden liegen, an denen sich dein Baby verschlucken könnte. Gerade dann, wenn es schon ältere Geschwister gibt, ist dieses Thema sehr heikel. Dein Baby steckt alles in den Mund und übt so seine Hand-Augen-Koordination. Möchte sich dein Baby aber noch nicht durch die Wohnung bewegen, ist das kein Grund zur Sorge. Vielleicht ist es gerade mit einer Erkältung oder mit dem Zahnen so beschäftigt, dass hierfür noch keine Zeit ist.

    Trennungsangst – warum dein Baby dich jetzt noch mehr als sonst braucht

    © Shutterstock

    Obwohl sich dein Baby noch mitten in der Fremdelphase befindet, beginnt es langsam, seine sozialen Fähigkeiten auszubauen. Vielleicht schickt es schon Küsschen, winkt freudig und reagiert mit Weinen, wenn ein anderes Kind weint. Kinder sind bereits empathisch und mitfühlend. Erstaunlich, was so ein kleiner Mensch schon alles kann. Die Trennungsangst ist ein großes Thema bei Babys im Alter von acht Monaten – für die Mama bedeutet das, dass sie nicht einmal alleine aufs Klo gehen kann. Das Baby muss überallhin mitgenommen werden. Denn wenn dein Baby dich nicht mehr sieht, dann weiß es nicht, dass du nur um die Ecke verschwunden bist. Es glaubt, du bist nicht mehr da. Mithilfe von Versteckspielen und viel Geduld kannst du dein Baby durch diese Phase begleiten. Die ist anstrengend, aber ganz normal. Unter dem Begriff „Objektpermanenz“ wird genau das verstanden: Dein Baby weiß nicht, dass du noch immer da bist, wenn es dich nicht mehr sieht. So ist es jetzt auch umso schwieriger, dein Baby für ein paar Stunden bei der Oma abzugeben – auch, wenn die Oma vertraut ist. In dieser Zeit braucht dein Baby seine Hauptbezugsperson, also dich (in den meisten Fällen ist es ja die Mutter). Als „Dankeschön“ für diese Zeit belohnen viele Babys ihre Mamas zum ersten Mal mit dem Wort „Mama“. Ob es sich dabei einfach nur um die Aneinanderreihung zweier Silben handelt oder wirklich das Wort „Mama“ mit seiner Bedeutung gemeint ist, sei dahingestellt. Als Mama hört man natürlich „Mama“.

    Wohlfühltipp für den 8. Monat

    Plitsch, platsch, Babyspaß: Babyschwimmen liegt voll im Trend. Schon ab dem dritten Monat, wenn es sein Köpfchen selbst halten kann, kannst du mit deinem Baby ins Schwimmbad.

    © Shutterstock

    Wir empfehlen, nichts zu überstürzen und lieber erst im zweiten Halbjahr damit zu beginnen. Ist dein Baby schon etwas älter, ist es widerstandsfähiger gegen Keime im Schwimmbad und weniger ängstlich. Schließlich gilt es auch hier, viel Neues zu erfahren und zu lernen. Mit richtigem Schwimmen haben die ersten Erlebnisse im nassen Element allerdings nichts zu tun. Es geht hier vor allem um die Bewegung im Wasser. Dein Baby trainiert seine Reflexe, verbessert seinen Gleichgewichtssinn und sein Herz-Kreislauf-System wird gestärkt.

    Toll ist das Babyschwimmen vor allem für eure Bindung: Das Urvertrauen wird gefördert, in dem Mama oder Papa das Baby im Wasser halten und ihm in einer fremden Umgebung Sicherheit vermitteln.

    TEILEN