Baby Entwicklungs-Kalender: Der 3. Monat

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    Die gute Nachricht zuerst: Mit Ende des dritten Monats wird dein Kind einen Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt haben. Das heißt nicht, dass es die Nächte dann durchschlafen wird, doch ihr pendelt euch aufeinander ein. Das ist doch schon etwas, oder?

    So hilfst du deinem Baby, besser zu schlafen

    Eines der wohl präsentesten Themen im ersten Lebensjahr ist der Schlaf deines Babys bzw. eigentlich das Nichtschlafen!. Den meisten Neo-Eltern macht der Schlafmangel in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes wirklich zu schaffen. Leider gibt es immer wieder so richtige kleine Nachteulen, die genau dann putzmunter werden, wenn die Mama schlafen gehen will. Die Folge sind: übermüdete Mütter und Väter, die verzweifelt im Internet oder in Selbsthilfebüchern nach Antworten suchen. Dabei ist es ein ganz natürlicher Prozess, der gerade vor sich geht: Dein Baby muss sich erst an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen. Bei den einen geht es schneller, bei den anderen dauert es länger. Auch wenn es sehr hart ist für dich im Moment: gib deinem Kind die Geborgenheit und Ruhe, gut im Leben anzukommen, und hilf ihm, schlafen zu lernen!

    7 Tipps für eine gute Nacht:

    1. Rituale von Anfang an: Babys lieben geregelte Abläufe. Wenn du den Abend mit einem Bad beginnst, danach eine Babymassage machst, dann den Pyjama anziehst und dein ins Bett legst, dann hilfst du ihm, leichter in den Schlaf zu finden. Ein Wiegenlied und gemütliches Kuscheln mit Mama wirken Wunder beim Einschlafen.

    2. Ein Schlafsack (eine leichte Version aus Baumwolle für den Sommer und ein dickeres Baumwollfleece für den Winter) sorgt zusätzlich für Geborgenheit. Decke und Polster braucht dein Baby noch nicht bzw. bewegt es sich im Schlaf viel zu viel und deckt sich ab. So ist es trotzdem warm eingepackt.

    3. Sorg für ein dunkles Schlafzimmer, notfalls mit Verdunkelungsvorhängen. Vor allem im Sommer, wenn es früher hell wird, sind die sehr zu empfehlen!

    4. Schalte in der Nacht zum Stillen auf keinen Fall grelles Licht ein. Versuch, im Dunkeln zu Stillen oder die Flasche zu geben.

    5. Mach es dir einfacher und lass das Baby bei dir im Bett oder in einem Beistellbettchen schlafen. Wenn es in der Nacht Hunger bekommt, kannst du es schnell und unkompliziert stillen. Ihr beide werdet weniger wach und findet leichter wieder in den Schlaf zurück.

    6. Wacht dein Kind in der Nacht auf, dann nur nicht mit ihm spielen! Das heißt nicht, dass du dein Kind nicht zu dir nehmen darfst und mit ihm kuscheln. Du solltest es auf jeden Fall beruhigen und bei ihm sein. Bitte nicht schreien lassen!

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    7. Hilft alles nichts, dann überlege, ob dein Baby vielleicht durch zu viele Eindrücke am Tag überreizt ist und deshalb nicht zur Ruhe kommt. Leg ein paar ruhige Tage ein und schau ob es besser wird. Manche Babys werden gerade abends, wenn sie einschlafen sollen, besonders hibbelig, weil sie die Erlebnisse des Tages noch zu sehr beschäftigen. Am besten beginnst du schon eine Stunde vor dem Schlafengehen mit dem „Wind down“, dem „Runterrkommen“.

     

    So entwickelt sich dein Baby im 3. Monat

    Dein Baby wird seine Bewegungen nun immer besser kontrollieren können. Das erkennst du daran, dass es seine Arme und Beine getrennt voneinander bewegen kann und versucht, gezielt nach Gegenständen zu greifen. Das Halten fällt noch ein wenig schwer und es klappt nicht immer gleich, aber Babys haben großen Spaß an Wiederholungen. Doch nicht nur Spielzeug wird interessanter, sondern auch die eigenen Hände werden zum Objekt der Begierde. Ganz konzentriert wird dein Baby seine Hände beobachten, fixieren, drehen und ausprobieren, was man mit ihnen machen kann. Am meisten wird dein Baby aber seine Nackenmuskulatur trainieren und schon bald fähig sein, das schwere Köpfchen alleine zu halten. Auch in der Bauchlage wird es versuchen, seinen Kopf zu heben.

    Im dritten Monat stehen gleich zwei Wachstumsschübe an: in der achten und in der zwölften Lebenswoche. Natürlich nicht auf den Tag genau, aber in diesem Zeitraum. Stell dich auf unruhige Nächte und Quengelphasen ein. Auch häufigeres Stillen kann ein Anzeichen für diese Schübe sein. Keine Sorge, dass du dein Baby verwöhnst, wenn du es nun wieder mehr herumträgst oder in kürzeren Abständen stillst! Nach ein paar Tagen ist der Schub überstanden und dein Baby kann plötzlich ganz neue Dinge.

    Mit deinem Baby kommunizieren – so geht’s!

    Du machst deinem Baby die größte Freude, wenn du seine Sprache spiegelst und seine Laute wiederholst. Automatisch wirst du dich einer Babysprache bedienen, die auf die Leistungen und das Können deines Babys abgestimmt ist und es ihm so ermöglicht, kleine Unterhaltungen mit dir zu führen. Wenn du magst, könnt ihr euch schon die ersten Bilderbücher gemeinsam anschauen. Zwar wird es zunächst für dein Baby interessanter sein, die Bücher in den Mund zu stecken, als zuzuhören, aber für die sprachliche Entwicklung und als Ritual ist es eine wunderbare Möglichkeit. Viel spielen kannst du mit deinem Baby jetzt noch nicht. Am besten funktioniert es, wenn ihr euch gemeinsam auf den Boden legt und du dein Kind bei der Bauchlage unterstützt.

    Wohlfühltipp für den 3. Monat

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    Um die zwölfte Woche herum beginnt ein sogenannter „Stillstreik“. Die Brust-Schimpf-Phase hat nichts damit zu tun, dass dein Baby von der Muttermilch nicht mehr satt wird oder du zu wenig Milch hast. Du musst also keinesfalls abstillen, sondern dein Baby einfach nur öfters anlegen und Geduld haben. Nach ein paar Tagen wird das Stillen wieder besser klappen.

    In dieser Zeit kann es hilfreich sein, sich mit deinem Baby ins Bett zu legen und ausgiebig miteinander zu kuscheln.

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