Baby Entwicklungs-Kalender: Der 2. Monat

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    Na, seid du und dein Baby bereits ein eingespieltes Team? Habt ihr euch schon aneinander gewöhnt? Hast du deine Mutterrolle für dich gefunden? Wenn es im zweiten Monat noch nicht so ganz klappt mit euch beiden, keinen Stress! Es ist ganz normal, dass die Anpassung an euer neues gemeinsames Leben dauert. 

    Du fragst dich, wo dein viel besagter „angeborener Mutterinstinkt“ eigentlich ist, weil es nach einem Monat immer noch nicht leichter ist? Keine Sorge! schließlich bist du erst seit ein paar Wochen Mutter und erst mit Ende des zweiten Monats offiziell dem Wochenbett entwachsen (nach einem Kaiserschnitt hast du noch weitere vier Wochen Schonfrist). Irgendwie scheinen die Tage lang und viele Mamas fragen sich jetzt, was sie mit ihrem Baby am besten machen können, wenn es wach ist. Die Antwort ist ganz leicht: Mach es deinem Baby im Tragetuch gemütlich und lass es an deinem Leben teilhaben. Für den Zoo oder andere Ausflüge ist es noch zu früh, zumindest nimmt dein Baby nicht viel davon mit. Es ist noch immer damit beschäftigt, in der Welt anzukommen, sich an die neuen Reize, Gerüche und Eindrücke zu gewöhnen. Was gibt es Besseres, als sich bei Bedarf einfach bei Mama verkriechen zu können und zu wissen, hier geht es mir gut?

    So entwickelt sich dein Baby im 2. Monat

    Auf den ersten Blick liegt dein Baby den ganzen Tag nur herum und schläft, in Wirklichkeit tut sich motorisch aber viel: Die angeborenen Reflexe lassen langsam nach, seine Muskulatur wird stärker und die Bewegungen bewusster. Dir wird auffallen, dass dein Baby seine Hände immer öfters öffnet und nicht mehr zur Faust geballt hält. Es wird seine Finger entdecken und in den Mund stecken. Vielleicht kann es kleine Gegenstände auch schon für einen Moment festhalten. Das gezielte Greifen wird es in den nächsten Wochen üben. Noch, reift dein Baby reflexartig zu, wenn etwas seine Handflächen berührt. Den meisten Babys gelingt es jetzt auch schon, den Kopf selbst zu halten. Und das ist gar nicht so leicht! Wenn du dein Baby auf den Bauch legst, wird es seinen Kopf von einer Seite auf die andere drehen können – ein großer Kraftakt! Bei der zweiten Mutter-Kind-Pass Untersuchung zwischen der fünften Und siebenten. Lebenswoche deines Babys (die erste Untersuchung war ja bereits innerhalb der ersten Lebenswoche) wird der Kinderarzt oder die Kinderärztin genau diese Meilensteine überprüfen. Auch das Sehen wird getestet, denn die Sehfähigkeit nimmt jetzt fühlbar zu und dein Baby kann schon deutlicher zwischen bekannten und fremden Gesichtern unterscheiden. Es wird beginnen, Gegenstände mit den Augen nachzuverfolgen. Etwa 30cm weit kann dein Baby nun scharf sehen – alles andere ist noch verschwommen. Für dein Baby ist es anfangs richtig schwer, sich zu konzentrieren und das Erlebte zu verarbeiten. Eine bunte Kinderwagenkette ist nun der ideale Begleiter für Spaziergänge im Kinderwagen. Ein ganz besonderer Moment für die Eltern steht im zweiten Monat auch bevor: das erste bewusste Lächeln.

    In der fünften Lebenswoche tritt erstmals das auf, wovon alle Eltern reden: Dein Baby hat seinen ersten Schub. Gewöhn dich daran! Diese Schübe werden dich noch lange begleiten. Ist es kein Schub, dann ist es eine Phase oder ein Zahn oder Vollmond oder… irgendwas ist es immer. In den ersten 14 Monaten erwarten dich acht Wachstumsschübe, die bei allen Babys etwa zur gleichen Zeit auftreten. Dahinter steckt eines: Dein Baby erlernt neue Fähigkeiten. Weil dabei die Welt kurz auf dem Kopf steht, reagiert dein Baby auf diese Veränderungen, die es anfangs überfordern. Die Nächte sind unruhiger, dein Baby weint mehr, will mehr kuscheln und Nähe erfahren. Beim ersten Schub geht es beispielsweise um kontrollierte Bewegungen, das fokussierte Sehen, neue Laute und das Interesse an der Umgebung. Am besten begleitest du dein Baby durch diese Zeit, indem du auf seine Bedürfnisse Rücksicht nimmst. Ist der Schub überstanden, geht es fröhlich und mit neuem Können ausgestattet weiter.

    Wieso sehen die anderen Mamas alle so toll aus?

     

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    Das Bild einer frischgebackenen Mama, das zurzeit durch die Medien (vor allem die sozialen Medien) geistert, kann nur für Verunsicherung sorgen: Warum sieht mein Bauch nicht so aus wie bei Heidi Klum nach dem vierten Kind am Laufsteg? Warum ist mein Teint nicht so rosig und meine Haare nicht so glänzend wie die von Herzogin Kate beim Verlassen der Klinik? Warum sieht das bei allen anderen auf Instagram so perfekt aus und ich sitze hier im Pyjama um vier am Nachmittag mit fettigen Haaren und einem brüllenden Baby, das nicht schlafen will?

    Am besten blendest du diese geschönten Bilder so gut wie möglich aus deinem Leben aus. Stars haben viele Angestellte, die sie immer gut aussehen lassen, und viele Instagram-Mamas verstecken das wahre Leben für einen gefakten, 3-Sekunden Schnappschuss. Niemand, der vor wenigen Wochen ein Baby bekommen hat und das mehr oder weniger alleine meistert, schafft das ohne Augenringe und zumindest ein bisschen Chaos in seinem Leben. Versuch, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das ist, dass es dir und deinem Kind gut geht. Wenn das für dich heißt, einen Mittagsschlaf einzulegen, statt zu putzen oder Bauchmuskelübungen zu machen, dann leg dich auf die Couch! Lös dich vom Perfektionismus und genieß die Langsamkeit und das Unvorhergesehene, die ein Baby mit sich bringen. Die erste gemeinsame Zeit kommt nie wieder und in 20 Jahren wird es dich nicht mehr kümmern, wie deine Haare damals ausgesehen haben!

    Wohlfühltipp für das 2. Monat:

    Dass Blähungen in den ersten drei Monaten auftreten, ist völlig normal, aber oft ein großer Stress – sowohl für die Eltern – als auch für das Baby. Der Magen-Darm-Trakt muss in den ersten drei Monaten noch vollständig ausreifen und das geht leider oft mit Problemen einher. Dein Baby krampft sich zusammen, weint viel und nichts scheint wirklich dauerhaft Abhilfe zu schaffen. Am besten probierst du unsere Tipps und Tricks gegen Blähungen von welovefamily aus und schaust, wie du deinem Baby bei der Umstellung vom Leben im Bauch auf das Leben außerhalb unterstützen kannst.

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