Die Affenhitze

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Eine Affenfamilie ging in den Zoo. Der Weg war recht holprig und Affenopa Gerhard schnaufte. „Was hast du, Opi?, fragte Enkel Fynn. Gerhard antwortete: „Ach, diese Affenhitze…“ Philipp und Fynn mussten lachten: „Affenhitze!“Sie konnten nicht genug von dem lustigen Wort bekommen und riefen ständig: „Affenhitze, Affenhitze!“

Sie glaubten, dass sich ihr Opa das Wort ausgedacht hat.
Als jedoch eine Menschenfamilie an ihnen vorbeizog und der Vater sagte: „Kinder, bei dieser Affenhitze spendiere ich euch ein Eis!“, verstummten die beiden.

Im Café am Ententeich spürte Affenmutter Amelie, dass etwas nicht stimmte.
Sie fragte bei den Affenbuben nach: „Philipp, Fynn, normalerweise wäre das Eis längst in euren Bäuchen-was ist los?“
„Wir würden gerne wissen, was das Wort „Affenhitze“ bedeutet. Ist das etwas Schlechtes?“ fragten die Buben.
„Aber nein!“, rief Amelie.
Nun setzte sich auch Vater Mick dazu und nahm die Jungen auf seinen Schoss.
Der Vater erzählte: „Vor vielen hundert Jahren, als euer Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater noch lebte, da arbeiteten die männlichen Affen als Wetteraffen.“
„Wetteraffen?“, rief der kleine Fynn, „Ich dachte, dass machen die Frösche!“
„Aber nein, Wetterfrösche kamen erst viel später. Die konnten das damals noch nicht, weil sie so klein sind.“

„Papa, heißt das, dass die das alles von uns Affen gelernt haben?“
„Natürlich!“, rief Papa Mick. Philipp wurde neugierig: „Und wie ging es weiter?“.
Der Vater erzählte: „Sobald die Bäume wieder Kirschen trugen und die Blumen blühten und der Duft von frischem Gras durch die Lüfte zog, warteten alle darauf, dass euer Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater das Wort „Hitze“ auf einen großen Luftballon schrieb und ihn ganz hoch warf, damit der Wind ihn durch die Lüfte trug. Der Ballon flog schnell um die ganze Welt und alle erfuhren, dass endlich Sommer war.“ „Wie cool!“, flüsterten Philipp und Fynn und schliefen friedlich ein.

Amelie, Mick und Opa Gerhard legten die Kleinen in den Kinderwagen. Als sie losfahren wollten, legte sich ein Schatten um die Sonne und ein großer Heißluftballon tauchte am Himmel auf. Fynn öffnete seine Äuglein, schaute hoch und sagte leise: „Sommer! Danke, lieber Ur-Ur-Ur…“, weiter kam er nicht, denn er war schon wieder eingeschlafen.


Liebe Mama, lieber Papa!
Schläft dein Schatz/deine Schätze schon? Nein? Dann probiere es doch mit diesem Text:

 

Leg dich ganz bequem hin. Du hast dich gut zugedeckt und spürst wie angenehm es in deinem Bett ist. Du kannst ein paar Mal tief ein und ausatmen und dabei deinen Atem unter deiner Nase spüren. Ganz tiefe Atemzüge…

Schaust du dir manchmal die Wolken am Himmel an?

Die, die wie Wattepolster ausschauen? Stell dir vor, du bist jetzt von so einer Wolke eingehüllt. Sie hat sich rund um dich gelegt und du fühlst dich wie in einer dicken warmen Decke. Ganz gemütlich. Die Wolke ist bei dir, um dich zu beschützen. Alles was für dich nicht angenehm ist, hält sie von dir ab. Laute Geräusche sind etwas leiser, wenn es dir kalt war, wird es dir ganz angenehm warm. Du fühlst dich ganz leicht.

In dieser Wolkendecke ist es einfach wunderbar. Es kann sein, dass dir vielleicht ein ganz schönes Erlebnis von heute einfällt. Vielleicht hat jemand zu dir gesagt, dass er dich lieb hat, oder du hast jemanden ganz besonders lieb. Erinnere dich daran. Du spürst, wie dir bei diesen Erinnerung ganz wohl wird um dein Herz… vielleicht wirst du ein wenig müde. Ganz angenehm müde… es geht dir ganz, ganz gut in deinem wunderbaren Wolkenbett.

 

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