Der richtige Name fürs Baby

Den perfekten Babynamen zu finden ist eine schwierige Entscheidung, denn mit diesem Namen wird das Baby künftig durchs Leben gehen: als Baby, als Kind und als Erwachsener.

Wie geht man die Namenssuche an?

Wenn du und dein Partner unterschiedliche Geschmäcker haben, empfiehlt es sich, eine Liste mit den Namensfavoriten anzulegen und zu schauen, ob es Übereinstimmungen gibt oder Namenskombinationen möglich sind. Alternativ könnt ihr die Listen gegenlesen und Plus und Minus vergeben und schauen, welche Namen noch übrig bleiben.

Falls es euch an Ideen mangelt oder ihr bestimmte Namen (z.B. Top 10 Namen) ausschließen möchtet, könnt ihr auf Statistiken zurückgreifen, die die Topnamen der letzten Jahrzehnte dokumentieren. Und beim Durchackern der Listen findet ihr vielleicht wieder den ein oder anderen interessanten Namen.

Kriterien für die Namenswahl

Ein paar Kriterien wollen wir euch an dieser Stelle mit auf den Weg geben, die eine Eingrenzung der Namensvielfalt ermöglicht:

  • Buben- oder Mädchenname?
  • Modename oder kein Name der Top 107, Top 50, Top 100?
  • Ein Name mit familiären Wurzeln?
  • Ein traditioneller Name oder ein ausgefallener Name?
  • Ein Name passend zum Nachnamen? (also kein englischer Name zu Nachname Müller)
  • Ein Doppelname?
  • Eindeutige Schreibweise?
  • Abkürzungen möglich?

Der ausgewählte Name gefällt nicht

Viele werdende Eltern tappen in die Falle, den künftigen Namen des Babys zu nennen. Macht es nicht. Vielleicht passt der gewählte Name dann gar nicht zu eurem Baby oder ihr seid enttäuscht, weil der gewählte Name den Freunden und Verwandten nicht gefällt. Die Namensgebung ist eine sehr persönliche Angelegenheit und so genügt es, diesen nach der Geburt bekannt zu geben. Dann, wenn du und dein Partner euer Baby anschaut und mit der Namenswahl zufrieden seid.

Ein beliebter Name?

Viele Eltern schrecken davor zurück, ihrem Baby einen häufigen Namen zu geben aus Angst, dass jede zweite Kind so heißen würde. Natürlich kann dies passieren, doch es ist in der Geschichte der Namensgebung charakteristisch, dass in manchen Jahren einige Namen beliebt sind, sogenannte Modenamen. Bedenkt diesen Aspekte, dass euer Kind dann vielleicht mit fünf anderen Sophies in der Klasse sitzen wird oder sich am Spielplatz mehrere Kinder angesprochen fühlen, wenn ihr euren Lukas ruft.

Jedoch solltet ihr die Namenswahl nicht von den Geschmäckern anderer Eltern abhängig machen, sondern den Namen wählen, den ihr mögt. Ob es nun ein Klassiker ist, ein ganz seltener Name oder ein Modename.

Kevinimus, Chantalismus

„Kevin ist eine Diagnose“ lautete das vernichtende Urteil eines Lehrers, der bestimmten Namen Kompetenzen und Fähigkeiten zuordnen sollte.

Es wäre Unfug es zu leugnen, denn jeder Mensch assoziiert etwas Positives oder Negatives mit bestimmten Namen. Das so oft in diesem Kontext „Schubladendenken“ kommt hier mit Sicherheit zu tragen und sollte mitbedacht werden.

Auch unbestritten ist, dass manche Namen tendenziell von einer sozial schwächeren Schicht vergeben werden, andere Namen klassisch für die Akademikerschiene stehen. Vermischungen dieser Schichten machen die Namensgebung durchaus spannend, können aber Nachteile für das Kind bringen. Dadurch erhalten manche Namen einen fahlen Beigeschmack und nicht nur Lehrer, sondern auch Personalbüros sprechen sich dafür aus, manche Namen nicht zu vergeben, wenn man seinem Kind nicht schaden möchte.

Ausgefallene Namen

Der Trend zu ausgefallenen Namen ist deutlich ausgeprägt und kommt wohl daher, dass viele Familien sich bewusst für ein Kind entscheiden und dieses Kind einen besonderen Namen tragen soll, den sonst niemand hat. Wurde früher noch über die Namenswahl der Hollywoodstars gelacht, so finden sich ähnliche Namenskreationen überall.

Namensänderung

Überlegt euch die Namenswahl im Vorfeld gut, denn eine Namensänderung ohne anerkannte Gründe kommt teuer. Wenn ihr eine Änderung vornehmen wollt, dann möglichst bald, denn der Name ist ein Teil der Identität des Menschen.

Das Standesamt kann den Namenswunsch auch ablehnen, wenn er zu ausgefallen oder diskriminierend wäre bzw. das Kind dadurch verspottet werden würde (wie z.B. Axel Schweiß).

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