15 Unterschiede zwischen dem ersten und zweiten Kind

Welche Unterschiede gibt es zwischen dem ersten und dem zweiten Kind.

Welche Unterschiede gibt es zwischen dem 1. und dem 2. Kind?

Dass die Geburtenfolge eine Auswirkung auf das spätere Leben eines Menschen hat, ist längst wissenschaftlich belegt. Erstgeborene sind meist die Alphatiere mit einem hohen Anspruch an sich selbst sind, Mittelkinder die genügsamen und anpassungsfähigen Kinder und die letzten Kinder die verwöhnten und unselbständigen. Kurz zusammengefasst und sicher nicht auf jeden zutreffend. Doch auch für die Eltern ändert sich einiges vom ersten zum zweiten Kind.

Ändert sich mein Leben ein zweites Mal?

Man hat die rosarote Brille abgelegt. Man denkt, man hat schon alles gesehen und nach einigen vollen Zahnungswindeln kann einem ohnehin nichts mehr umhauen. Und dann kommt das zweite Kind – das Kind, bei dem von Beginn an nichts so ist wie beim ersten. Die Herausforderungen sind ganz andere oder dachtest du jemals, dass die möglichen Gefahrenquellen in deiner Wohnung nichts gegen ein älteres Geschwisterchen sind?

1. In den Himmel gehoben

Wenn du dein erstes Kind erwartest, dann feiern dich die Leute, als ob noch nie eine Frau vor dir ein Baby bekommen hätte. Du wirst mit Geschenken und Aufmerksamkeit von der Familie, von Freunden, Bekannten und Verwandten überschüttet. Nach der Geburt drängten sich die Besucher im Warteraum und bildeten eine Schlange bis auf die Straße. Noch nie im Leben hast du so viel selbstgemachten Kuchen gesehen.

Beim zweiten Kind: Hmmm, wo sind denn alle hin?

2. Dokumentation

Beim ersten Kind beginnst du das Wachstum des Babybauches zu dokumentieren, bevor der Bauch überhaupt sichtbar war. Du machst täglich Fotos vor demselben Hintergrund und in derselben Pose bis dein Kind zwei Jahre alt wird.

Beim zweiten Kind werden alle Bilder schnell vor Ende der Schwangerschaft geknipst um zu beweisen, dass es auch wirklich passiert ist.

3. Krankheit

Das erste Kind hatte im ersten Lebensjahr keine Krankheiten.

Aufgrund der Infektionsgefahr durch das erste Kind, rinnt dem zweiten Kind die Nase ab der ersten Woche nach seiner Geburt. Dein Baby kann erkennen, wenn du dich mit dem Nasensaugernäherst und es braucht die ganze Familie, um das Baby zu halten, damit der Nasensauger verwendet werden kann.

4. Zeitmanagement

Beim ersten Kind hattest du nichts anderes zu tun, als dich um das Baby zu kümmern. Für einen Ausflug hast du alles genau geplant und auf die Schlafenszeiten deines Babys Rücksicht genommen, um seinen Rhythmus nicht zu durcheinander zu bringen.

Beim zweiten Kind wunderst du dich, wie du jemals so damit beschäftigt sein konntest, dein Kind so zu umsorgen. Oder wie du auf einen Ausflug verzichten konntest, weil ein mögliches Nickerchen ausfallen könnte. Die Welt richtet sich nicht mehr nach deinem Baby, sondern du machst dein Baby für die Welt bereit.

5. Stillen

Beim ersten Kind hatte ich die Hoffnung, meine Brüste würden nach dem Stillen wieder so aussehen wie früher. Beim zweiten Kind habe ich die Hoffnung aufgegeben und trage Stütz-BHs.

6. Aufmerksamkeit

Beim ersten Kind eilst du Tag und Nacht bei jedem kleinen Ton zum Kind. Und auch dann, wenn es keinen Ton macht, denn du hast Angst, es atmet nicht mehr.

Beim zweiten Kind eilst du nachts zum Baby, damit das Großkind nicht aufwacht.

 7. Sauberkeit

Dem ersten Kind wirst du die gesamte Kleidung wechseln, wenn sie ein wenig nass wurde oder Milchreste darauf zu finden sind. Und auch du wirst dein Outfit mehrmals täglich wechseln, weil du immer wieder Milchflecken oder Sabber darauf findest.

Beim zweiten Kind wirst du nasse Flecken trocken föhnen oder nur mehr das betreffende Kleidungsstück wechseln, wenn dein Baby von einem Milchsee bedeckt ist. Milchreste oder Sabber wischt du gekonnt mit deinem Ärmel weg und wechselst es danach nicht. Du weißt, dass Spucke und Sabber nichts im Vergleich zu dem ist, was an Schmutz noch kommen könnte. Der exponentielle Anstieg der Schmutzwäsche ist der größte Schock beim zweiten Kind.

8. Entwicklung

Beim ersten Kind wird jeder Entwicklungsschritt dokumentiert, bejubelt, fotografiert und unterstützt. Du lobst jede neue Fähigkeit deines Babys und glaubst, kein Kind vor deinem hat das so gut, früh oder einfach geschafft.

Beim zweiten Kind stehst du vor der Herausforderung, dich nicht in alle Richtungen gleichzeitig bewegen zu können und du erkennst den Sinn hinter Kinderleinen. Sobald das Kind auch laufen kann musst du dich entscheiden, welchem Kind du auf der Straße hinterherläufst, um einen Unfall zu vermeiden.

9. Sicherheit

Beim ersten Kind hast du alle Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen – deine Wohnung war ein Hochsicherheitstrakt mit Kantenschutz, Herdgitter, Treppengitter, Laufstall, Steckdosensicherung und versperrbare Kästen.
Beim zweiten fragst du dich, wie eine Wohnung jemals so gefährlich sein kann wie ein 3-jähriges Geschwisterkind?

10. Nähe

Das erste Kind möchtest du die ganze Zeit halten. Es ist das erste Kind. Den Moment, wenn das Kind auf dir schläft, genießt du in vollen Zügen und es scheint, als würde die Zeit stillstehen.

Das zweite Kind möchtest du auch den ganzen Tag halten, denn es könnte dein letztes Kind sein. Dass es auf dir schläft ist eher selten, weil genau dann das Großkind Aufmerksamkeit fordert.

11. Zeit zusammen

Beim ersten Kind erledigst du am Wochenende alle Besorgungen zusammen. Es scheint, als hättest du alle Zeit der Welt und jeder Ausflug ist eine Story wert. Ihr seid zu zweit, das Baby ist alleine – nicht kann uns aufhalten.

Beim zweiten Kind gehst du die Sache anders an: Aufteilen. Das schaut dann so aus, dass dein Mann mit dem quengelnden Kleinkind ins Geschäft läuft und die Hälfte vergisst, während du im Auto sitzt und das Baby stillst. Du bekommst es kaum unter einen Hut, mit beiden Kindern gleichzeitig unterwegs zu sein.

12. Haushalt

Beim ersten Kind verwandeln sich Schlafzimmer, Flur, Küche und Wohnzimmer langsam in Kinderzimmer, Kinderzimmer, Kinderzimmer und Kinderzimmer. Du merkst, dass größer Kinder auch größere Spielsachen haben.

Beim zweiten Kind achtest du mehr darauf, was in deine Wohnung kommt, damit du nicht in Spielsachen untergehst.

13. Vorteile

Das erste Kind bekommt deine gesamte Aufmerksamkeit. Das zweite Kind profitiert von deinen Erfahrungen, deiner Routine und deiner Gelassenheit, während du dem ersten Kind erklärst, warum es nicht die gesamte Aufmerksamkeit bekommt.

14. Lebenserfahrung

Beim ersten Kind folgt der große Schock: Wir sind Eltern! Und es folgt die Erkenntnis, dass man da nicht mehr rauskommt. Beim zweiten Kind: Dasselbe nochmal.

15. Liebenswürdigkeit

Das erste Kind bringt zum ersten Mal die tiefe und überwältigende Liebe in dein Leben.

Das zweite Kind bringt die tiefe, überwältigende Liebe in dein Leben, zum zweiten Mal.

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