Packtipps für den Kastenwagen: Koffer, Reisetasche oder Rucksack – was passt besser?

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Bald startet unsere große Reise mit unserem Kastenwagen, einem VW Bus, quer durch Europa. 7 Wochen lang. Mit 3 Kindern. Also 5 Personen auf etwa 10m2. Klingt nach wenig Platz? Ist es auch. Vor allem zum Packen: Schließlich werden wir nicht nur am Meer unterwegs sein, sondern auch Wandern gehen, wir werden Städte besichtigen und im Norden vielleicht ein kühleres Klima erleben als im Süden.

So stehen wir also vor der Frage: Worin packen wir unsere Sachen ein? Koffer? Reisetasche oder Rucksack á la Backpacking? Wir haben uns die Vor- und Nachteile einmal angeschaut und zumindest für uns eine Lösung gefunden. Andere Familien werden wieder von ganz anderen Systemen überzeugt sein.

Was nicht fehlen darf: Ein Rucksack.

Wir sind Rucksack-Fans – das waren wir schon immer. Ein guter Rucksack muss für uns viel Gepäck fassen, über mehrere am besten getrennte Staufächer verfügen und sich gut tragen lassen. Noch ein großer Vorteil an einem Rucksack: Die Hände sind frei. Unsere Kinder sind gerne welche, die uns immer wieder mal beim Spazierengehen oder Wandern die Hand geben – so groß sie schon sind, ein wenig Nähe fordern sie dann noch immer ein. Und wie es mit Kindern so ist, sammeln sie auch allerhand Schätze, die dann irgendwann die Eltern zu halten bekommen. Es schadet also nicht bei längeren Touren die Hände frei zu haben.

Nun wirst du dir wahrscheinlich denken: Wozu einen Rucksack wenn wir mit dem Kastenwagen unterwegs sind? Da müssen wir ja ohnehin nichts tragen. Stimmt. Aber so finden z.B. unsere Wanderutensilien wie Wanderschuhe, Regenjacke & Co. im Rucksack Platz, weil wir diese nicht täglich brauchen. Und wenn wir dann eine Tour machen, dann ziehen wir diese Sachen an und haben Platz für Proviant etc. Ein Rucksack ist also ideal für einen spezifischen Teil der Kleidung, aber wer möchte bei einem 7—wöchigen Roadtrip schon täglich Rucksäcke nach Kleidung durchforsten? Niemand.

Der Hartschalenkoffer im Kastenwagen?

So praktisch ich Hartschalenkoffer auch finde, aber im Kastenwagen, der auch als Schlafplatz genutzt werden soll, ist für einen Hartschalenkoffer beim besten Willen kein Platz. Der Platz ist so begrenzt, dass der Hartschalenkoffer viel zu sperrig ist und zu viel Raum einnimmt. Unser Fazit: Ein Hartschalenkoffer ist für uns gar nicht geeignet. Nicht für einen Roadtrip.

Auf der Suche nach flexiblen Gepäckstücken

Ja was soll man dann nehmen? Es gibt zwei Möglichkeiten, die wir je nach Reise-Dauer variieren:

Variante 1) Reisetaschen: Was man bei einer Reise im Campingvan, Bus oder Kastenwagen unverzichtbar ist, ist eine Reisetasche. Bzw. mehrere Reisetaschen, die sich gut zusammenfalten lassen und so keinen Platz wegnehmen, wenn sie ausgeräumt sind. Auch Segeltaschen eignen sich dafür. Aber nicht die süßen kleinen, sondern so richtig große Reisetaschen (oft auch als Rollkoffer bekannt), die ordentlich Platz bieten und robust sind. Um darin nicht die Übersicht zu verlieren, verwenden wir noch Packwürfel, die wir beschriften. Das schafft ein wenig Ordnung.

Variante 2) Faltbare Kisten: Als wir noch keine Reisetaschen hatten, haben wir einfach die faltbaren Stoffkisten aus dem Kinderzimmerregal zweckentfremdet und sie in den Kofferraum geschlichtet. So stand für jede Person eine Kiste zur Verfügung, die mit allem gefüllt werden konnte, was man für einen Campingurlaub eben so braucht.

Allgemein kann man zum Packen für einen Familienurlaub im Kastenwagen sagen:

  • Ohne Packliste geht gar nichts! Ich bin ja ohnehin ein Listenfreak – kein Wunder, dass wir auch eine Packliste haben. Aber so kann ich sicher sein, dass wir nichts vergessen.
  • Weniger mitnehmen: Fast auf allen Campingplätzen steht eine Waschmaschine zur Verfügung. Wer diese benutzt, kann auch weniger Kleidung mitnehmen.
  • Outdoorkleidung trocknet viel schneller als „normale“ Kleidung – bei uns ist sie also ein fester Bestandteil des Reiseequipments.
  • Alte Sachen mitnehmen und gleich entsorgen, wenn sie nicht mehr passen, zu stark verschmutzt sind, oder Löcher haben. So eine Reise eignet sich also auch gut, um zu Hause Platz zu schaffen.
  • Von Dokumenten solltest du mehrere Kopien mithaben und sie auch digital sichern. Man weiß ja nie.
  • Bettwäsche oder Schlafsäcke mit Iso-Matten solltest du auch nicht vergessen!
  • Die Küchenausrüstung ist eher spartanisch: Wir können damit kochen und essen, aber ein Gourmet-Dinner ist nicht drinnen.
  • Spielzeug kann zu Hause bleiben – das haben wir auf unseren bisherigen Reisen kaum gebraucht. Wenn wirklich etwas fehlt, dann kann es auch einmal nachgekauft werden.

Und welche Packtipps hast du noch? Womit verreist du am liebsten? Schreib es mir in den Kommentaren!

Deine Anna

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