Liebe Mütter, das hat 2017 nichts mehr auf Facebook zu suchen

Manchmal klatscht du dir mit der Hand gegen die Stirn und fragst dich: Wie kann sie nur? Weite Strecken unseres Lebens dokumentieren wir heute wie ein Online-Tagebuch auf Facebook. Wir posten Bilder von unserem Essen, von unseren Kindern, von Erfolgen, von politischen Einstellungen und geben somit viel von uns preis. Aber nicht nur von uns, sondern auch von unseren Kindern. Doch liebe Mütter, es gibt manche Sachen, die haben im Jahre 2017 nichts mehr auf Facebook zu suchen.

 

  1. Bilder von Windelinhalten

Nichts ist ekelhafter und komischer, als Bilder von Windelinhalten auf Facebook zu sehen. Bitte, wenn ihr euch nicht sicher seid, ob der grüne Stuhl deines Kindes normal ist, was das rote Pünktchen da sein könnte oder ob das schon Durchfall ist, dann geht zum Kinderarzt und zeigt nicht der ganzen Facebook-Welt die volle Windel deines Kindes. Igitt.

  1. Nicht auf die Frage eingehen

Angenommen es stellt jemand eine Frage zum Fieber nach einer Impfung und was sie nun tun kann. Dann geht es um eine Grundsatzdiskussion ums Impfen und es helfen auch keine Vorwürfe weiter, dass man ja selber schuld sei und wie man das dem Kind nur antun könnte. Es würde reichen, einfach auf die Frage einzugehen und entweder zu helfen oder es zu lassen.

  1. Wen interessiert das?

Wenn dich ein Kommentar nicht interessiert, du zu dem Thema nichts zu sagen hast und es dir völlig schnuppe ist, dann scrolle einfach weiter. „Wen interessiert das?“ zu posten ist überflüssig.

  1. Könnten das die Windpocken sein?

Auf Facebook wird gerne weitergeholfen – aber woher weißt du, wie sicher die Informationen sind? Du weißt es nicht, außer, du kennst jemanden persönlich. Doch schau in deine Freundesliste: Da werden Namen von Personen auftauchen, die du gar nicht kennst. Worauf vertraust du dann mehr: Auf die Meinung deines Kinderarztes oder auf den Verdacht einer Internet-Bekanntschaft?

  1. Nacktbilder deines Kindes

Dein Kind ist sicher süß, es ist für dich das süßeste Kind auf der Welt. Du könntest es den ganzen Tag knuddeln und freust dich über jeden Entwicklungsschritt. Freilich ist dein Kind auch süß, wenn es nackt in der Badewanne sitzt, nackt im Sand spielt, nackt im Planschbecken seinen Spaß hat. Behalte die Nacktbilder aber bitte für dich. Auf Facebook haben sie zum Schutze deines Kindes nichts zu suchen.

  1. Alle-5-Minuten-Posts

Das Leben als Mama kann manchmal eintönig und einsam sein. Aber das ist kein Grund, deinen Status alle 5 Minuten zu aktualisieren, was dein Kind jetzt schon wieder Lustiges gemacht hat. Wer weiß, ob es deinem Kind einmal Recht ist, seine Kindheit so detailliert nachverfolgen zu können.

  1. Pass auf, was du über dein Kind schreibst

Digitale Elternschaft ist eine neue Herausforderung – was geben wir von unserem Kind preis? Was teilen wir mit anderen? Und wie wird unserem Kind einmal mit den Informationen gehen, die es über sich im Netz lesen kann? Wird es darüber erfreut sein, wenn du dich über seine Trotzanfälle lustig machst oder intime Details teilst? Wenn du etwas postest, dann frag dich immer, wie es dir damit gehen würde, diese Sachen über DICH zu lesen?

 

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1 KOMMENTAR

  1. Guter Artikel!
    Allerdings finde ich, dass nicht nur Nacktfotos nichts im Netz zu suchen haben, auch alle andere Fotos des Kindes sollten sehr überlegt online gestellt werden. Natürlich will man das auch mit seinen Freunden teilen, dafür bieten sich Plattformen wie Facebook sicher an. Man sollte sich trotzdem überlegen, ob man damit leben kann, wenn alle Welt dieses Foto sehen kann. Denn ganz genau weiß man es ja nie.