Gruselnacht im Kindergarten

Marie ist aufgeregt. Noch zwei Tage, und sie darf im Kindergarten übernachten. Im Sommer wird sie in die Schule gehen. Alle ihre Freundinnen sind genau so gespannt wie sie. Was wird sie da erwarten?

Es soll eine Gruselnacht sein. Marie überlegt, wovor sie sich gruseln wird. Etwas komisch ist ihr ja bei dem Gedanken. Maxel, ihr Lieblingskuscheltier und der rosa Schlafanzug sind im Rucksack. Dann ist der Abend endlich da. Gemeinsam mit ihrer Freundin Liesel geht sie mit klopfendem Herzen los. Sie werden bereits erwartet. Die Räume sind dunkel. Nur ab und zu leuchten funkelnde Lichter.

In der Turnhalle liegen für alle Kinder Matratzen. Kleine Geister hängen an dünnen Fäden. Die haben sie selber gebastelt. Sie schaukeln bei jeder Bewegung. In einer Ecke steht ein Tisch mit Knabberzeug und Getränken. Da dürfen sich die Kinder erst einmal bedienen. Denn die Nacht wird ja noch lang. Ab und zu hören sie komische Geräusche. Gemeinsam lauschen sie einer Geschichte über ein Gespenst.

Es ist traurig, weil es nicht mehr spuken kann. Ihm fehlen die gruseligen Töne um Mitternacht. Ob die Mädchen und Buben helfen können? Die Erzählung hört plötzlich ohne Ende auf. Schade, Marie möchte gerne wissen, wie die Spukgeschichte ausgeht. »Müssen wir zur Geisterstunde diese Aufgabe erfüllen?« überlegt sie. Jetzt dürfen sie im Dunkeln durch die Räume schleichen.
Das ist spannend und unheimlich zugleich. So leise ist es hier nie. Und doch, sie hören Dinge, die sie bisher nie wahrgenommen haben. Ein Knistern und Knarzen, Klopfen und Tropfen.

Dagegen hilft nur eines, gemeinsam singen. Mit einem schaurigen Lied marschieren sie zurück in die Turnhalle. Inzwischen ist es spät geworden und viele können kaum noch die Augen offen halten. So schlüpfen sie in ihre Schlafanzüge und unter die Decke.
Am Morgen sind alle etwas müde, aber begeistert. So eine schöne, gruselige Nacht möchten sie gerne wieder einmal erleben. Denn auch das Gespenst muss noch erlöst werden.


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