Beim Stillen zufüttern – diese Möglichkeiten gibt es

Stillen nach Bedarf ist die beste Ernährungsmethode, doch in einer schnelllebigen und modernen Zeit kehren viele Frauen bereits wenige Wochen nach der Geburt ins Berufsleben zurück. Und viele Frauen entscheiden sich auch bewusst für einer Zwiemilchernährung, um ein wenig Freizeit zu bekommen und das Baby leichter von anderen betreuen zu lassen.  Um beim Stillen zuzufüttern, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Beim Stillen mit Muttermilch zufüttern

In diesem Fall pumpt die Mutter entsprechende Milchmahlzeiten ab und das Baby erhält diese per Flasche zugefüttert. Ist zu wenig Milch zur Verfügung, wird mit Milchpulver ergänzt. Durchaus ist es aber auch möglich, das Baby voll pumpzustillen, doch der Zeitaufwand ist deutlich höher, wodurch viele Eltern zu einer Mischernährung greifen.
Viele Mütter verzweifeln wenn sie zum ersten Mal versuchen, Milch abzupumpen. Das ist gar nicht so einfach und braucht ein wenig Übung, Ruhe und Geduld. Die häufigsten Gründe, warum Frauen zur Milchpumpe greifen sind das Verlangen nach Unabhängigkeit, ein wichtiger Termin an dem das Baby nicht mitkommen kann, Medikamenteneinnahme, eine Frühgeburt oder um die Milchbildung anzukurbeln. Die Psyche spielt beim Abpumpen eine große Rolle, das Gefühl einer Milchkuh ist bei einer elektrischen Milchpumpe nachvollziehbar.

Welche Milchpumpen gibt es?

Am Markt sind elektrische Milchpumpen und Handmilchpumpen erhältlich, gerade zweite ist in ihrer Qualität sehr unterschiedlich. Die elektrischen Milchpumpen pumpen sehr effektiv und können meist über eine Verordnung der Krankenkasse ausgeborgt werden. Dafür sind sie unhandlich und können nicht mitgenommen werden. Egal für welches Modell Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass Sie den Milchspendereflex auslösen. Beim Stillen erfolgt dies durch die Nähe des Kindes, beim Pumpen müssen Sie dieses Gefühl auslösen. Hilfreich dabei ist, ein Bild des Babys anzuschauen, das Baby bei sich zu haben, oder an sein Schreien denken. Diese Emotionen lösen den Milchspendereflex aus. Haben Sie Geduld mit sich wenn es nicht gleich klappt. Zusätzlich können Sie warme Umschläge auflegen und genügend trinken. Wenn Sie nicht zurecht kommen, kontaktieren Sie bitte eine Stillberaterin. Und wundern Sie sich nicht, über die abgepumpte Milchmenge: diese entspricht nicht der Menge, die Ihr Baby trinkt. Ihr Baby saugt viel effektiver und bekommt daher mehr Milch zu trinken, als Sie nun abpumpen.
Sie können abgepumpte Milch im Kühlschrank (nicht in der Kühlschranktür) aufbewahren und innerhalb von 24 Stunden verbrauchen oder tiefkühlen. Mischen Sie bitte warme mit kalter Muttermilch nicht zusammen, sondern lassen Sie zuerst beide Milchgefäße abkühlen und schütten Sie diese dann erst in einen Becher zusammen.

 

2. Stillen und Säuglingsnahrung zufüttern

Statt abgepumpter Muttermilch kann auch fertige Säuglingsnahrung zugefüttert werden. Für das erste Lebensjahr ist Pre-Nahrung am bekömmlichsten und der Muttermilch am ähnlichsten. Das Baby kann mit Pre-Nahrung nicht überfüttert werden und eignet sich für den Einsatz nach Bedarf.

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