10 Tipps, um Kindern Obst und Gemüse schmackhaft zu machen

 

  1. Nicht aufgeben: Obst und Gemüse mehrmals anbieten, damit sich das Kind an den neuen Geschmack gewöhnen kann. Es ist nicht außergewöhnlich, dass ein Kind einen neuen Geschmack beim ersten Versuch ablehnt oder gar nicht probieren möchte. Wenn etliche Versuche immer noch zu Ablehnung führen, dann ist es auch wichtig, dies zu akzeptieren.
  2. Vorbildwirkung: Gemeinsame Mahlzeiten spielen bei der Vorbildwirkung eine große Rolle, denn so sieht das Kind, was die Eltern essen und merkt: Mama und Papa geht es damit gut, ich kann es auch probieren. Dabei macht es aber keinen Sinn dem Kind vorzuspielen, wie lecker der Brokkoli denn sei, wenn man ihn selbst nicht mag. Das Kind wird es merken.
  3. Spielen: Essen ist Lust und soll ein sinnliches Erlebnis sein. Daher ist es in Ordnung, wenn das Kind mit den Lebensmitteln experimentieren und spielen darf: Sie angreifen, zergatschen, hinunterwerfen, in den Mund stecken, wieder ausspucken – all das gehört gerade bei Essanfängern dazu. Mit zunehmendem Alter ist es dann wichtig, ihnen eine Wertschätzung für die Nahrungsmittel mit auf den Weg zu geben, denn es ist nicht normal, dass wir hier aus dem Vollen schöpfen und im Überfluss leben, während auf anderen Ländern dieser Welt Hungersnot herrscht. Auch über die Ausbeutung der Tiere und wie das Fleisch auf unseren Teller kommt sollten Kinder Bescheid wissen.
  4. Gesund Essen von Anfang an: Damit ist nicht nur der Beikostbeginn gemeint, sondern auch schon in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und dann auch beim ersten Löffelchen: Obst und Gemüse sollten immer Vorzug haben und von Beginn an ein fester Bestandteil der Ernährung sein.
  5. Abwechlsungsreiche Ernährung: Je bunter das Essen aussieht, desto lieber greifen viele Kinder zu. So macht es viel mehr Spaß, abwechslungsreich zu essen und auf diese Weise unterschiedliche Geschmäcker kennenzulernen. Nur so kann ein Kind lernen und entscheiden, was es mag und was nicht.
  6. Kreativität: Das Auge isst mit! Und Essen soll Spaß machen. So gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Nahrungsmittel lustig herzurichten: Etwa als Gesichter, oder in Stickform zum Dippen, als Smoothies, in Salaten, als Suppen etc.
  7. Gemüse untermischen: Gemüse muss ja nicht immer als solches erkennbar am Teller liegen, es kann auch in einer Sauce versteckt sein oder als Suppe mit einer leckeren Einlage.
  8. Keine Bestechung: „Wenn du brav gegessen hast, bekommst du noch ein Zuckerl.“ Oder „Wenn du dein Gemüse nicht isst, gibt es auch keine Nachspeise“ – diese Sätze erzeugen Druck, mehr nicht. Kinder erfahren dadurch nur, dass Süßigkeiten besser als Gemüse, weil sonst wäre es nicht so etwas Besonderes und sie verlieren ihr Sättigungsgefühl, wenn sie nur in Voraussicht auf etwas Süßes ihren Teller aufessen, obwohl sie vielleicht schon satt sind.
  9. Keine Extrawurst: Ein Kind zu zwingen wirkt sich negativ auf das Essverhalten und auf die Beziehung zueinander aus. Es ist aber auch keine Strategie, immer nur das Lieblingsessen zu kochen, wenn das Gemüse verschmäht wird. Worauf man als Elternteil aber achten kann ist, dass es immer etwas gibt, was dem Kind auch schmeckt: Etwa Reis, Vollkornnudeln, Kartoffeln, einen Salat, Erbsen etc. So wird das Essen nicht zur Frustangelegenheit in der Familie.
  10. Vertraue deinem Kind: So schwer das jetzt auch klingen mag, Kinder wissen sehr gut, was sie brauchen. Kinder wachsen nicht, weil sie gegessen haben, sondern sie essen, weil sie wachsen. Wenn Kinder aus einer breiten Palette an gesunden und abwechslungsreichen Lebensmittel wählen können, ist es nur halb so schlimm, wenn das Gemüse nicht gegessen wird.

 

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